Abschied nehmen Berty, Fotolia

16. November 2015, 10:58 Uhr

Abschied nehmen Tier­be­stat­tung im Garten: Dann ist sie erlaubt

Für die meisten Menschen ist es ein schwerer Schlag, wenn das geliebte Haustier stirbt. Eine Tierbestattung erscheint dann selbstverständlich – eine professionelle Entsorgung bei der Tierkörperbeseitigungsanstalt kommt dagegen für viele nicht infrage. Doch ist eine Tierbestattung im Garten überhaupt erlaubt? Und was muss dabei beachtet werden, um rechtlich alles richtig zu machen?

Bei Streitigkeiten mit Nachbarn oder dem Vermieter hilft der Wohnungs-Rechtsschutz. >>

Was bei der Tier­be­stat­tung im Garten zu beachten ist

Ist das Tier an einer meldepflichtigen Krankheit gestorben, so ist die Bestattung im Garten grundsätzlich verboten, damit sich die Krankheitserreger nicht verbreiten. Gleiches gilt, wenn Sie in einem Wasser- oder Naturschutzgebiet wohnen. Dann drohen hohe Geldbußen von bis zu 50.000 Euro, da das Trinkwasser gefährdet werden könnte. Ansonsten ist eine Tierbestattung im eigenen Garten aber fast immer erlaubt, solange Sie einige Regeln beachten: Das Grab sollte ein bis zwei Meter von öffentlichen Wegen entfernt liegen und mindestens 50 Zentimeter tief sein, damit keine anderen Tiere versuchen, den Kadaver auszugraben. In Bremen ist es allerdings wegen des hohen Grundwasserstandes generell untersagt, ein Tier im Garten zu bestatten.

Als Mieter Geneh­mi­gung des Ver­mie­ters einholen

Wenn Sie in einer Mietwohnung leben, sollten Sie sicher gehen und die Genehmigung des Vermieters einholen, wenn Sie eine Tierbestattung im Garten durchführen möchten, um Beschwerden der Nachbarn und Streit zu vermeiden. Sie können ihm auch entgegenkommen, indem Sie eine Verbrennung und anschließende Urnenbestattung anbieten: Asche verrottet schnell und es gibt Urnen aus leicht zersetzlichem Material, sodass viele Vermieter nichts gegen diese Variante einzuwenden haben.

Alter­na­ti­ven zur Tier­be­stat­tung im Garten

Wer keinen eigenen Garten hat, kann mittlerweile auch einen Tierfriedhof aufsuchen und das verstorbene Haustier dort bestatten lassen. Wer sich nicht weiter um eine Bestattung kümmert, sondern zum Beispiel ein eingeschläfertes Tier direkt beim Tierarzt lässt, kann damit rechnen, dass es in eine Tierkörperbeseitigungsanstalt gebracht wird. Dort werden die Tiere verbrannt oder als Abfall entsorgt. Grundsätzlich verboten ist es übrigens, ein totes Tier auf den Kompost oder in die Biotonne zu werfen. Das ist nur bei kleinen Tieren wie Hamstern oder Wellensittichen möglich.


Bitte lesen Sie zu dem Inhalt auch unsere Rechtshinweise.

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