Alles korrekt am Bau? Gina Sanders, Fotolia

6. März 2015, 8:34 Uhr

Alles korrekt am Bau? Pfusch am Bau: Dies sind Ihre Rechte

Irgendwas geht beim Hausbau immer schief. Handelt es sich jedoch um gravierenden Pfusch am Bau vonseiten der Baufirma und nicht mehr nur um Kleinigkeiten, steht für die Bauherren oft sehr viel Geld auf dem Spiel. Liegen Baumängel vor, sollten Sie ruhig und sachlich vorgehen und zunächst die Baufirma davon unterrichten.

Ein Rechtsschutz kann Ihnen in solchen Situationen helfen. >>

Pfusch am Bau ist keine Sel­ten­heit

Ein Hausbau ist ein großes Projekt, dementsprechend kann viel schiefgehen. Baumängel treten oft an Dach, Rohbau oder in Sachen Statik auf. Aber auch bei Schallschutz oder Brandschutz kommt es in der Praxis immer wieder zu Fehlern. Die häufigste Mängelursache bei Neubauten ist mit 45 Prozent die fehlerhafte Ausführung durch Handwerker, berichtet das Handelsblatt unter Berufung auf eine Untersuchung des Instituts für Bauforschung und des Bauherren-Schutzbundes.

Baumängel immer schrift­lich bean­stan­den

Wichtig ist, dass Sie etwaige Baumängel immer schriftlich bei der verantwortlichen Baufirma anmahnen. Außerdem sollten Sie stets eine Frist für die Beseitigung der Baumängel im Schreiben festsetzen. Diese sollte angemessen sein: Während für kleine Nachbesserungen am Putz in der Regel ein paar Tage genügen sollten, sollten Sie für die Behebung größerer Fehler wie etwa Fehlkonstruktionen am Dachstuhl mehrere Wochen einplanen. Ziehen Sie zur Sicherheit einen unabhängigen Experten heran, welcher Sie diesbezüglich beraten kann.

Was, wenn die Baufirma nicht reagiert?

Wenn die Baufirma sich nicht für die von Ihnen festgestellten Baumängel verantwortlich zeigt, müssen Sie als Bauherr beweisen, dass es sich tatsächlich um Pfusch am Bau handelt. Hierbei spielt der Vertrag zwischen Ihnen und dem Bauunternehmen eine bedeutende Rolle. In diesem sollte genau festgehalten werden, wie die Arbeit im Ergebnis auszusehen hat. Weicht das tatsächliche Ergebnis von den Beschreibungen im Vertrag ab, können Sie sich auf dieses Dokument berufen.

Sie sollten sich ruhig und sachlich mit der Baufirma auseinandersetzen – im besten Fall kommt es so nicht zu einem Rechtsstreit. Der Weg zum Anwalt sollte der letzte Schritt sein.

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