Gar­ten­haus: Wann die Bau­ge­neh­mi­gung nötig ist Martina Berg, Fotolia

4. August 2016, 9:42 Uhr

Laube oder Schuppen Gar­ten­haus: Wann die Bau­ge­neh­mi­gung nötig ist

Ob Sie für Ihr geplantes Gartenhaus eine Baugenehmigung brauchen, hängt von den gesetzlichen Vorgaben in Ihrem Bundesland ab. Bis zu einer bestimmten Größe sind Gartenhäuser meist genehmigungsfrei. Auch dann müssen Sie jedoch die örtlichen Bauvorgaben beachten, um keinen Streit mit Nachbarn oder Behörden zu riskieren.

Mit einem Rechtsschutz sind Sie auf der sicheren Seite – auch beim Behördengang. >>

Gar­ten­haus errichten: Was sagt das Baurecht?

Ob Sie für Ihr Gartenhaus eine Baugenehmigung brauchen, richtet sich danach, wie groß das Häuschen sein soll und wo genau es stehen soll. Außerdem ist die Art der Einrichtung und Nutzung entscheidend. In jedem Bundesland gelten unterschiedliche Grundflächen- und Volumenangaben, bis zu denen ein Gartenhaus genehmigungsfrei ist. In der Regel gilt aber: Wenn Sie ein größeres Gartenhaus mit Toilette oder Kochstelle planen, benötigen Sie meist eine Baugenehmigung. Einen kleinen Schuppen, in dem nur Gartengeräte untergestellt werden, können Sie dagegen häufig ohne Genehmigung errichten. Auf der sicheren Seite sind Sie, wenn Sie sich bei der örtlichen Bauverwaltung danach erkundigen, welche genauen Vorgaben vor Ort gelten.

Übrigens: Auch ein Gartenhaus, das Sie nicht selbst bauen, sondern fertig im Baumarkt kaufen, kann baugenehmigungspflichtig sein. Erkundigen Sie sich dazu am besten direkt im Markt oder bei der zuständigen Behörde.

Geneh­mi­gungs­frei­es Gar­ten­haus: Vorgaben beachten

Auch wenn Sie für Ihr Gartenhaus keine Baugenehmigung brauchen, müssen Sie bestimmte bauordnungsrechtliche und bauplanrechtliche Vorgaben beachten. Wichtig ist zum Beispiel, dass Sie die Baugrenzen beachten und den Mindestabstand zur Grundstücksgrenze einhalten – auch, um keinen Ärger mit dem Nachbarn zu riskieren. Im Idealfall informieren Sie Ihren Nachbarn vorher darüber, dass Sie planen, ein Gartenhaus zu bauen.

Gar­ten­haus im Klein­gar­ten bauen: Bau­ge­neh­mi­gung meist nicht nötig

In einer Kleingartenkolonie benötigen Sie meist keine ausdrückliche Baugenehmigung, um auf Ihrer Parzelle ein Gartenhaus errichten zu können. Laut dem Bundeskleingartengesetz ist dies jedoch nur bis zu einer Grundfläche von 24 Quadratmetern unproblematisch, einschließlich Veranda. Sie dürfen auf Ihrer Parzelle zudem nur ein und nicht mehrere Gartenhäuser errichten, außerdem darf dieses nicht zum dauerhaften Wohnen geeignet sein. Am besten werfen Sie auch einen Blick in die Vereinssatzung, um sich über geltende Bestimmungen zu informieren.

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