Zahlung per Nachnahme ist trotz der vielen Alter­na­ti­ven beliebt Photographee.eu, Fotolia

27. September 2017, 11:00 Uhr

Zahlung erst bei Erhalt der Ware Zahlung per Nachnahme: Das sollten Ver­brau­cher beachten

Die Zahlung per Nachnahme gibt es schon seit 1850. Bis heute ist sie eine beliebte Zahlungsmethode, auch wenn es mittlerweile viele Alternativen gibt, die meist günstiger sind als die Nachnahmegebühr.

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Wie funk­tio­niert die Zahlung per Nachnahme?

Wenn Sie per Nachnahme bezahlen, brauchen Sie bei der Bestellung zunächst nichts überweisen. Stattdessen überreichen Sie den fälligen Betrag passend und in bar an den Paketboten, der Ihre Bestellung ausliefert. Das Versandunternehmen leitet Ihre Zahlung dann an den Händler weiter. Sollten Sie nicht zu Hause sein, erfolgt je nach Lieferdienst ein neuer Zustellversuch oder Sie müssen Ihr Paket in der nächsten Filiale abholen.

Vorteile der Nachnahme

Wenn Sie per Nachnahme bezahlen, genießen Sie einige Vorteile:

• schneller Versand
• Bestellung trotz Schufa-Einträgen möglich
• erst zahlen, wenn die Ware da ist
• Möglichkeit, Ware zu prüfen, bevor Sie zahlen
• keine Rechnung vergessen

Der Händler kann die Ware schnell versenden, weil er keinen Zahlungseingang abwarten muss. Sie hingegen müssen nicht in Vorkasse treten, was vor allem dann sinnvoll ist, wenn Sie nicht sicher sind, wie vertrauenswürdig der Shop ist. Stattdessen können Sie die Ware erst begutachten, bevor Sie bezahlen und das Paket im Zweifelsfalle direkt zurückgehen lassen.

Nachteile bei Zahlung via Nachnahme

Es gibt aber auch ein paar Nachteile, denn Sie müssen:

• zu Hause sein, wenn Ihr Paket kommt, oder
• eventuell in die nächste Poststelle fahren
• das Geld passend haben
• eine Nachnahmegebühr bezahlen

Da die Bestellung und die Nachnahmegebühr noch nicht bezahlt sind, kann der Bote die Post nicht bei den Nachbarn abgeben. Sie müssen also erreichbar sein oder womöglich in die nächste Postfiliale fahren. Nur selten können Sie an der Haustür mit EC-Karte zahlen und häufig haben die Postboten auch kein Wechselgeld. Die Nachnahmegebühr liegt innerhalb Deutschlands bei etwa vier bis acht Euro.

Überlegen Sie gut, ob sich der Aufwand und die Nachnahmegebühr lohnen. Mittlerweile gibt es auch andere Sofort-Zahlsysteme – wie beispielsweise PayPal oder SOFORT Überweisung. Auch diese Anbieter gewährleisten teilweise einen hohen Käuferschutz und kommen ohne hohe Zusatzgebühren aus.

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