Ver­trau­ens­ar­beits­zeit: Arbeit­neh­mer schaut auf seine Arm­band­uhr thodonal, Fotolia

27. Oktober 2015, 12:58 Uhr

Flexible Arbeits­zei­ten Ver­trau­ens­ar­beits­zeit: Was Mit­ar­bei­ter wissen sollten

Die Vertrauensarbeitszeit bildet ein Gegenmodell zur klassischen Zeiterfassung, bei der zum Beispiel durch elektronische Dokumentation oder Stundenzettel erfasst wird, wann ein Mitarbeiter kommt und geht. Bei der Vertrauensarbeitszeit ist der Angestellte freier und achtet selbst darauf, dass er die vorgegebene Zeit arbeitet und seine Aufgaben rechtzeitig erledigt. Flexible Arbeitszeiten bringen eine Erleichterung mit sich, sorgen manchmal aber auch für mehr Überstunden. Achten Sie also immer darauf, dass Ihre Rechte gewahrt werden – ein Arbeitsrechtsschutz kann helfen.

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Vorteile des Arbeits­zeit­mo­dells: flexible Arbeits­zei­ten

Das Modell sorgt in erster Linie für flexible Arbeitszeiten. Der Arbeitgeber kontrolliert nicht die Anwesenheit seiner Angestellten, sondern die Hauptsache ist, dass Sie die Ihnen übertragenen Aufgaben zuverlässig erledigen. Dabei können Sie eigenverantwortlich handeln und sich die Arbeitszeit frei einteilen. Ein großer Vorteil ist die Verbesserung der Work-Life-Balance: Wer einen schlechten Tag hat, arbeitet kürzer und holt die Aufgaben nach, wenn er sich besser fühlt. Rückt eine wichtige Deadline näher, wird eben mal länger im Büro gearbeitet und dafür an einem anderen Tag früher Feierabend gemacht. Die Arbeit wird dank der Vertrauensarbeitszeit insgesamt ergebnisorientierter erledigt und es kommt nicht mehr vor, dass Angestellte ihre Stunden im Büro "absitzen".

Ver­trau­ens­ar­beits­zeit: Ihre Pflichten

Flexible Arbeitszeiten sind aber natürlich kein Freibrief für einen gemütlichen Arbeitsalltag. Sie müssen auch weiterhin Ihre vertraglich vereinbarten Aufgaben erledigen, um das Vertrauen des Arbeitgebers nicht auszunutzen. Außerdem steigt Ihre persönliche Verantwortung, auf die Einhaltung Ihre Arbeitszeiten zu achten. Trotz Vertrauensarbeitszeit gilt nämlich noch die im Arbeitsvertrag festgelegte Stundenzahl, auch wenn Sie nicht zu einer bestimmten Uhrzeit im Büro sein müssen. Dokumentieren Sie am besten selbst, wie viele Stunden Sie arbeiten. Dann gehen Sie sicher, dass Sie durch flexible Arbeitszeiten nicht unbemerkt Überstunden leisten, für die es dann keinen Ausgleich gibt. Sie können mit Ihrem Arbeitgeber vereinbaren, dass Sie ihn informieren, wenn Sie Probleme mit Ihrem Arbeitspensum haben.

Pflichten des Arbeit­ge­bers

Der Arbeitgeber muss auch weiterhin darauf achten, dass arbeitsrechtliche Bestimmungen eingehalten werden, auch wenn er selbst die Einhaltung nicht mehr so gut kontrollieren kann. Besonders die Höchstarbeitszeit muss beachtet werden. Denn flexible Arbeitszeiten verführen manchmal auch dazu, dass die Angestellten Überstunden ansammeln und in besonders stressigen Phasen mehr arbeiten als eigentlich zulässig ist.

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