Neuer Job ein Reinfall? Jeanette Dietl, Fotolia

28. August 2015, 12:16 Uhr

Neuer Job ein Reinfall? Kündigung in der Probezeit: Wie steht es um Fristen?

Eine Kündigung in der Probezeit ist ohne Angaben von Gründen möglich, schließlich sollen Chef und Beschäftigter erst einmal testen, ob es miteinander klappt. Auch wenn Sie in der Probezeit nicht unter den allgemeinen Kündigungsschutz fallen, gibt es für die Beendigung des Arbeitsverhältnisses eine Frist.

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Welche Frist gibt es bei der Kündigung in der Probezeit

Innerhalb der Probezeit, die in der Regel maximal sechs Monate dauern darf, beträgt die Frist für die Kündigung laut § 622 Abs. 3 Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) zwei Wochen. Verkürzen darf der Arbeitgeber die Kündigungsfrist nur, wenn dies in einem Tarifvertrag vorgesehen ist. Die Frist läuft ab dem Tag, an dem die Kündigung ausgesprochen wird, nicht etwa zum Monatsersten. Sie gilt für Sie als Arbeitnehmer genauso. Wenn Sie zum Zeitpunkt der Kündigung noch nicht verbrauchten Urlaubsanspruch haben, stehen Ihnen die freien Tage noch zu oder müssen ausbezahlt werden. Dauert die Probezeit aufgrund eines Ausnahmefalls länger als sechs Monate, verlängert sich die Kündigungsfrist auf vier Wochen. Arbeitgeber und Arbeitnehmer können auch noch am letzten Tag der Probezeit kündigen. Allerdings gilt auch dann noch eine Frist von zwei Wochen.

Kein all­ge­mei­ner Kün­di­gungs­schutz: Es gibt jedoch Ausnahmen

Abgesehen von der Kündigungsfrist, fallen Mitarbeiter in der Probezeit nicht unter den allgemeinen Kündigungsschutz. So muss der Chef beispielsweise keine Gründe für die Kündigung in der Probezeit anführen. Ein Sonderkündigungsschutz besteht allerdings dann, wenn Sie schwanger werden. Trotz Probezeit darf Sie Ihr Chef nicht ohne Weiteres kündigen. Das Gleiche gilt bei Schwerbehinderung und für Betriebsratsmitglieder.

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