Feri­en­jobs: Mädchen mit Zahn­span­ge wirft Zeitung in einen Brief­kas­ten Dan Race, Fotolia

2. Juli 2015, 16:54 Uhr

Taschen­geld auf­bes­sern Feri­en­jobs: Dies sollten Schüler, Eltern und Arbeit­ge­ber wissen

Endlich Sommerferien! Sechs Wochen Zeit zum Entspannen vom stressigen Schulalltag, aber auch Zeit für Ferienjobs, um das Taschengeld aufzubessern. Ganz egal, ob für den Führerschein gespart oder ein größerer Wunsch erfüllt werden soll – viele Jugendliche verdienen sich mit Schülerjobs ein paar Euro dazu, doch für Ferienarbeit gelten klare Regeln. Was es für fleißige Schüler zu beachten gibt und was Arbeitgeber wissen sollten, erfahren Sie hier.

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Gibt es für Feri­en­jobs ein Min­dest­al­ter?

Grundsätzlich ist Kinderarbeit in Deutschland gemäß § 5 Abs. 1 Jugendarbeitsschutzgesetz (JArbSchG) bis einschließlich des 14. Lebensjahres verboten. Sind die Eltern einverstanden, dürfen Kinder über 13 Jahre jedoch bis zu zwei Stunden täglich leichten und geeigneten Ferienjobs nachgehen wie Zeitungen austragen oder den Hund des Nachbarn ausführen – sofern die Arbeitszeiten zwischen acht und 18 Uhr liegen.

In etwas größerem Umfang dürfen Jugendliche zwischen 15 und 17 Jahren Ferienjobs nachgehen: Bis zu acht Stunden am Tag, höchstens jedoch 20 Arbeitstage im Jahr. Schüler ab 18 Jahren dürfen bis zu 50 Tage jobben. Die Arbeitszeiten für Ferienjobs sind klar begrenzt: zwischen sechs Uhr morgens und acht Uhr abends. Lediglich Jugendliche ab 16 Jahren dürfen in Branchen wie dem Gastgewerbe oder in Mehrschicht-Betrieben auch bis 22 Uhr beziehungsweise 23 Uhr arbeiten.

Tipps für Arbeit­ge­ber

Prinzipiell sind Akkordarbeit, schwere körperliche und gefährliche Arbeit tabu für Schüler. Doch keine Sorge, wenn mal ein Missgeschick passiert: Ferienjobber sind über den Betrieb unfallversichert.

Um auf der sicheren Seite zu stehen, sollten Arbeitgeber in jedem Fall einen Arbeitsvertrag mit den Schülern schließen, in dem Aufgaben, Arbeitszeiten und Entlohnung schriftlich festgehalten werden.  Apropos Lohn: Volljährigen Schülern steht der Mindestlohn von 8,50 Euro pro Stunde zu, minderjährige Schüler hingegen haben keinen Anspruch darauf.

Tipp: Bei rechtlichen Problemen, ist ein Rechtsschutz sowohl für Arbeitgeber als auch für Arbeitnehmer hilfreich.

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