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18. Juni 2026, 10:44 Uhr
So geht's richtig Hund im Zug mitnehmen erlaubt? Wichtiges zu Kosten und Regeln
Egal ob Malteser oder Dogge: Du darfst deinen Hund grundsätzlich im Zug mitnehmen. Während kleine Hunde oft kostenlos in einer Transportbox mitfahren dürfen, brauchen größere Hunde meist ein eigenes Ticket und müssen angeleint sein. Welche Vorschriften für Maulkorb, Sitzplatzreservierung und Deutschlandticket gelten und wie teuer Tickets für Hunde sind, erfährst du hier.
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Ist ein Hund im Zug erlaubt? Die wichtigsten Grundregeln
Ein Hund ist im Zug grundsätzlich erlaubt. Das gilt bei der Deutschen Bahn sowohl im Fernverkehr als auch auf vielen Strecken im Nahverkehr. Auch in Regionalzügen, S-Bahnen und anderen öffentlichen Verkehrsmitteln dürfen Hunde meist mitfahren. Maßgeblich sind aber immer die Beförderungsbedingungen des jeweiligen Bahnunternehmens oder Verkehrsverbunds.
Für dich als Hundehalter heißt das: Vor allem bei Fahrten im Nahverkehr solltest du kurz prüfen, welche Regeln vor Ort gelten. Denn während die Vorgaben im Fernverkehr der Deutschen Bahn recht einheitlich sind, können regionale Verkehrsverbünde eigene Bestimmungen festlegen, etwa zu:
- Zusätzlich zu lösenden Hundetickets
- Maulkorb- und Leinenpflicht
- Mitnahme von Hunden im Bus, in der Straßenbahn oder U-Bahn
- regionalen Tages- oder Gruppentickets, auf denen ein Hund „mitfahren“ darf
Kleine Hunde, Katzen und Kleintiere: So reisen Tiere im Zug richtig
Kleine Hunde können besonders unkompliziert im Zug mitfahren. Ist dein Hund ungefähr so groß wie eine Hauskatze und reist er in einem geeigneten Transportbehältnis, gilt er als Handgepäck.
Das gilt nicht nur für kleine Hunde wie Chihuahuas oder Havaneser, sondern auch für andere ungefährliche Haustiere wie Katzen oder kleine Heimtiere. Wichtig ist, dass das Tier während der Fahrt sicher untergebracht ist. Dafür geeignet sind zum Beispiel:
- eine verschließbare Tierbox
- ein stabiler Käfig
- eine spezielle Tragetasche für Tiere
Das Behältnis muss sicher, verschließbar und so beschaffen sein, dass andere Fahrgäste nicht beeinträchtigt werden. Außerdem muss es unter den Sitz oder in die Gepäckablage über dem Sitz passen. Auf einen Sitzplatz darfst du die Box nicht stellen.
Wichtig: Auf dem Schoß werden kleine Hunde zwar oft toleriert, sind aber offiziell nicht erlaubt. Deshalb kann es sein, dass das Zugpersonal dich bittet, den Hund wieder in seine Transportbox oder Tasche zu setzen.

Maulkorb, Leine und Sitzplatz: Was während der Fahrt für größere Hunde gilt
Wenn dein Hund nicht in einer geschlossenen Transportbox reist, musst du ihn im Zug grundsätzlich anleinen und ihm einen Maulkorb anlegen. Auch wenn die Regel in der Praxis nicht immer kontrolliert wird, kann das Zugpersonal die Einhaltung verlangen. Die Pflicht knüpft nämlich nicht daran an, ob dein Hund tatsächlich gefährlich wirkt. Sie gehört zu den Beförderungsbedingungen.
Eine feste Strafe für einen Hund ohne Maulkorb im Zug lässt sich zwar nicht pauschal nennen. Möglich ist aber, dass das Zugpersonal dich auffordert, den Maulkorb anzulegen. Weigerst du dich, die Beförderungsbedingungen einzuhalten, kann das Zugpersonal verlangen, dass du den Hund aus dem Zug nimmst oder die Fahrt nicht fortsetzt.
Auch beim Platz im Zug musst du einiges beachten. Dein Hund darf nicht auf dem Sitz liegen oder sitzen. Er muss vor, unter oder neben deinem Sitzplatz bleiben und darf den Gang nicht blockieren.
Wichtig: Für Hunde gibt es keine Sitzplatzreservierung. Auch wenn du eine lange Fahrt planst, kannst du also keinen eigenen Platz für deinen Hund buchen.
Für die Fahrt solltest du dabeihaben:
- eine stabile Leine
- einen passenden Maulkorb
- am besten eine Decke als Liegeplatz
- bei längeren Fahrten Wasser und Napf
Im Bordrestaurant oder Bordbistro sind Haustiere in der Regel nicht erlaubt. Ausnahmen gelten für Assistenztiere. Blindenführhunde und gekennzeichnete Assistenzhunde fahren kostenlos mit und müssen keinen Maulkorb tragen. Das gilt ebenfalls in bestimmten Fällen, wenn ein Schwerbehindertenausweis mit Merkzeichen „B“ vorliegt.
Mit dem Hund im Zug ins Ausland
Planst du eine Bahnreise mit Hund ins Ausland, solltest du die Regeln des jeweiligen Bahnunternehmens vorab prüfen. Die Vorgaben zu Ticket, Maulkorb und Transportbox unterscheiden sich je nach Land und Zuggesellschaft.
Beispiele für beliebte Reiseziele:
- Österreich/Italien: Kleine Hunde reisen in einer geeigneten Transportbox meist kostenlos mit. Für größere Hunde können Leinen- und Maulkorbpflicht sowie zusätzliche Fahrkartenpflicht gelten.
- Schweiz: Kleine Hunde in Transportbehältnissen fahren häufig kostenlos. Für größere Hunde ist in der Regel ein spezielles Hundeticket erforderlich.
- Dänemark: Hunde dürfen grundsätzlich in der 2. Klasse mitreisen. In der 1. Klasse sind meist nur Assistenzhunde erlaubt.
- Frankreich: Für Hunde gelten je nach Größe unterschiedliche Tarife. Größere Hunde benötigen meist ein eigenes Ticket und müssen angeleint sein.
Wichtig: Auf Bahnverbindungen von oder nach Großbritannien, Irland, Nordirland und Norwegen sind Haustiere in der Regel nicht zugelassen. Ausgenommen sind Blindenführ- und Assistenzhunde.
Was kostet ein Hund im Zug? Fahrkarte, Nahverkehr und Deutschlandticket
Ob du für deinen Hund im Zug bezahlen musst, hängt vor allem davon ab, ob er in einer Transportbox als Handgepäck mitreisen kann. Ab wann ein Hund im Zug bezahlen muss, richtet sich also nicht nach Alter oder Gewicht, sondern nach Größe und Transportart.
Für größere Hunde brauchst du eine eigene Fahrkarte – übrigens auch für dein Fahrrad, wenn du es im Zug mitnehmen möchtest. Im Fernverkehr zahlst du für ein Hundeticket bei der Deutschen Bahn in der Regel den halben Fahrpreis. Das gilt sowohl für Flexpreise als auch für Sparpreise. Einen eigenen Sitzplatz bekommt dein Hund dadurch aber nicht.
Im Nahverkehr können die Regeln abweichen. Häufig brauchst du auch im Regionalzug ein zusätzliches Ticket für deinen Hund. Bei manchen Gruppentickets oder Ländertickets kann der Hund als eigener Mitreisender zählen. Wenn du mit einem Aktionsangebot unterwegs bist, solltest du deshalb vorab prüfen, welche Regelung gilt.
Das Deutschlandticket gilt grundsätzlich nur für die eingetragene Person. Größere Hunde sind also nicht automatisch eingeschlossen. Ob du zusätzlich ein Hundeticket brauchst, hängt im Nahverkehr oft vom jeweiligen Verkehrsverbund ab. Das gilt auch für Bus, Straßenbahn, U-Bahn oder S-Bahn.
Ticket für den Hund buchen: So funktioniert die Mitnahme bei der Deutschen Bahn
Wenn du mit der Deutschen Bahn einen größeren Hund im Zug mitnehmen möchtest, kannst du bei der Buchung den Reisendentyp „Hund“ hinzufügen, sofern diese Option angezeigt wird. Der Preis wird dann automatisch berechnet. Alternativ kannst du das Hundeticket am Automaten oder im Reisezentrum kaufen.
Bei der Online-Buchung solltest du genau darauf achten, welche Verbindung und welches Angebot du auswählst. Im Fernverkehr sind die Regeln meist übersichtlicher als bei regionalen Sondertarifen. Im Nahverkehr kann entscheidend sein, welcher Verkehrsverbund zuständig ist. Auch bei grenzüberschreitenden Fahrten oder Nachtzügen können besondere Bedingungen gelten.

Zugreise mit Hund vorbereiten: Lange Fahrten, Toilette und Rücksichtnahme
Eine Zugfahrt mit Hund wird deutlich entspannter, wenn du sie gut vorbereitest. Besonders bei einer 8-Stunden-Fahrt mit Hund solltest du Pausen, Umstiege und Gassirunden rechtzeitig einplanen. Hunde können die Zugtoilette nicht nutzen, plane also bei langen Strecken Zwischenstopps ein.
Vor der Reise helfen ein paar einfache Maßnahmen:
- laste deinen Hund vorher gut aus
- nimm Wasser, Napf, Kotbeutel und eine Decke mit
- übe das Tragen des Maulkorbs rechtzeitig vor der Fahrt
- wähle möglichst ruhige Reisezeiten und vermeide Stoßzeiten
Auch Rücksichtnahme ist wichtig. Nicht alle Fahrgäste mögen Hunde, manche haben Angst oder Allergien. Halte deinen Hund deshalb nah bei dir, lass ihn nicht in den Gang laufen und achte darauf, dass er andere Reisende nicht anspringt oder beschnuppert. Eine vertraute Decke kann ihm helfen, im Zug schneller zur Ruhe zu kommen.
Ob Nahverkehr, ICE oder Auslandsreise: Mit etwas Vorbereitung können die meisten Hunde problemlos mit dem Zug reisen. Wenn dein Hund nervös ist, solltest du vor einer längeren Reise kurze Bahnfahrten üben. So gewöhnt er sich an Geräusche, Menschen, Durchsagen und die Bewegungen des Zuges.
FAQ
- Was kostet ein Hund im Zug?
Kleine Hunde, die in einer geschlossenen Transportbox mitreisen, fahren meist kostenlos. Für größere Hunde kostet das Ticket bei der Deutschen Bahn im Fernverkehr in der Regel die Hälfte des regulären Fahrpreises.
- Welche Hunde müssen im Zug einen Maulkorb tragen?
Hunde, die nicht in einer geschlossenen Transportbox reisen, müssen nach den Beförderungsbedingungen der Deutschen Bahn grundsätzlich einen Maulkorb tragen und angeleint sein.
- Gilt das Deutschlandticket auch für Hunde?
Nein, die kostenlose Mitnahme größerer Hunde ist im Deutschlandticket grundsätzlich nicht automatisch enthalten. Ob ein zusätzliches Hundeticket nötig ist, hängt von den Regelungen des jeweiligen Verkehrsverbunds ab.
Bitte lesen Sie zu dem Inhalt auch unsere Rechtshinweise.
