Miet­erhö­hung nach Eigen­tü­mer­wech­sel: Erlaubt oder nicht? JackF, Fotolia

19. August 2015, 9:56 Uhr

Neuer Vermieter Miet­erhö­hung nach Eigen­tü­mer­wech­sel: Erlaubt oder nicht?

Wenn der Vermieter seine Wohnung verkauft oder diese aus anderen Gründen in andere Hände übergeht, herrscht meist Unsicherheit. Eine Mieterhöhung nach einem Eigentümerwechsel ist jedoch nur unter gewissen Umständen und bis zu einem bestimmten Maß erlaubt. Der Streitlotse erklärt, was Sie als Mieter in einem solchen Fall wissen müssen.

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Miet­erhö­hung nach Eigen­tü­mer­wech­sel bis zur orts­üb­li­chen Ver­gleichs­mie­te

Mit der Wohnung erwirbt der neue Eigentümer auch das bestehende Mietverhältnis mit sämtlichen Rechten und Pflichten. Er darf den Vertrag weder kündigen noch ändern. Allerdings ist eine Mieterhöhung nach einem Eigentümerwechsel bis zur ortsüblichen Vergleichsmiete laut § 558 Bürgerliches Gesetzbuch nur unter bestimmten Bedingungen möglich. Und zwar dann, wenn die letzte Erhöhung mehr als ein Jahr zurückliegt. Außerdem darf die Miete innerhalb von drei Jahren nicht um mehr als 20 Prozent steigen. Die ortsübliche Vergleichsmiete gibt an, wie hoch in den vergangenen vier Jahren die durchschnittliche Miete für eine vergleichbare Wohnung in der jeweiligen Stadt oder Gemeinde war. Sie können die Werte im aktuellen Mietspiegel ablesen, falls Ihre Gemeinde diese Übersicht erstellt hat.

Weitere Miet­erhö­hung bei Moder­ni­sie­rung

Eine Erhöhung über die örtliche Vergleichsmiete hinaus ist dann möglich, wenn der neue Vermieter Modernisierungsmaßnahmen durchführt. Die Steigerung der jährlichen Miete darf dabei maximal elf Prozent der Modernisierungskosten betragen. Welche Rechte Sie in dieser Situation haben, können Sie im Ratgeber "Mieterhöhung nach Modernisierung: Streit mit Vermieter vermeiden" nachlesen.  Tipp: Mit einem Wohnungs-Rechtsschutz stehen Sie in einem solchen Fall auf der sicheren Seite.

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