Wenn der Chef mobbt Mit­mach­fo­to, Fotolia

30. Dezember 2014, 8:40 Uhr

Wenn der Chef mobbt Bossing am Arbeits­platz: Was tun bei Mobbing durch Vor­ge­setz­te?

Mobbing durch Vorgesetzte wird auch als Bossing bezeichnet. Diese Form von Mobbing am Arbeitsplatz ist für die Betroffenen oft besonders schwierig: Denn Bossing-Opfer befinden sich ohnehin schon auf einer niedrigeren Stufe der Unternehmenshierarchie als die Täter.

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Handelt es sich wirklich um Mobbing durch Vor­ge­setz­te?

Mobbing durch Vorgesetzte kommt immer wieder mal vor. Ab und zu handelt es sich aber auch nur in den Augen des vermeintlich gemobbten Mitarbeiters um Bossing. Zum Chef besteht oft ein nicht so enges Verhältnis wie zu unmittelbaren Kollegen, die auf derselben Ebene in der Unternehmenshierarchie stehen. Durch diese Distanz begünstigt, können gewisse Entscheidungen "von oben" unfair erscheinen. Ob es sich jedoch wirklich um Mobbing handelt, sollte immer erst aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet werden. Bleibt der Verdacht der Schikane weiter bestehen oder Mitarbeiter fühlen sich weiter vom Chef gemobbt, sollte auf jeden Fall das direkte Gespräch mit dem Vorgesetzten aufgenommen werden.

Gegen Bossing wehren: Gespräch suchen, Probleme schildern

Um weiteren Streit zu vermeiden, ist es wichtig, dass Sie im direkten Gespräch mit Ihrem Vorgesetzten all Ihre Bedenken und Probleme ruhig und sachlich schildern, ohne den Chef dabei direkt anzugreifen. Womöglich ist Ihrem Vorgesetzten gar nicht bewusst, dass Sie sich durch seine Handlungen gemobbt fühlen und er ändert sein Verhalten. Wichtig ist auch: Versuchen Sie sich selbstbewusst zu zeigen – dies kann sich positiv auf den Gesprächsverlauf auswirken.

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Sollte das Gespräch zu keinem Ergebnis führen, können Sie sich an den Betriebsrat wenden. Gibt es keinen in Ihrer Firma, kann auch das Gespräch mit Kollegen oder anderen Führungskräften helfen. Gemeinsam kann über eine Lösung nachgedacht werden. Tipp: Sammeln Sie Beweise, die das Bossing belegen. Hierfür können Sie beispielsweise eine Art Protokoll führen, in dem Sie alle Situationen schriftlich festhalten und datieren, in denen Sie sich gemobbt gefühlt haben. Auch E-Mails oder Zeugenaussagen von Kollegen können hilfreich sein. In besonders schweren Fällen, sollten Sie darüber nachdenken, Hilfe bei einem Experten einzuholen.

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