Neues Mel­de­ge­setz Africa Studio, Fotolia

21. Oktober 2015, 15:22 Uhr

Neues Mel­de­ge­setz Ver­mie­ter­be­schei­ni­gung wird ab 1. November Pflicht

Wer umziehen und sich in einer neuen Wohnung anmelden möchte, braucht dafür ab 1. November 2015 eine Vermieterbescheinigung. Eine Änderung im Bundesmeldegesetz sieht vor, dass Vermieter diese bei Ein- oder Auszug aushändigen und Mieter sie beim Einwohnermeldeamt vorlegen müssen. Was Sie dabei beachten sollten, lesen Sie hier.

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Warum eine Ver­mie­ter­be­schei­ni­gung?

Die Vermieterbescheinigung ist in Deutschland vor mehr als zehn Jahren schon einmal abgeschafft worden, wird aber zum 1. November 2015 wieder Pflicht. Der Gesetzgeber will damit vor allem Scheinanmeldungen verhindern – das bedeutet, dass sich jemand unter einer neuen Adresse anmeldet, tatsächlich aber gar nicht dort wohnt. In den vergangenen Jahren kam es häufiger vor, dass sich zum Beispiel Familien zum Schein unter einer Wohnadresse anmeldeten, um in einer bestimmten Kindertagesstätte oder Schule in der Nähe einen Platz für ihre Kinder zu bekommen.

Das muss in der Ver­mie­ter­be­schei­ni­gung stehen

Die Vermieterbescheinigung muss die Anschrift der Wohnung und die Namen der meldepflichtigen Personen enthalten. Daneben müssen darin der Name und die Anschrift des Vermieters stehen, außerdem muss bestätigt werden, ob es sich um einen Einzug oder einen Auszug handelt und zu welchem Datum dies geschieht. Eine Vermieterbescheinigung muss nicht zwingend auf Papier vorliegen, auch in elektronischer Form (etwa als E-Mail) ist sie gültig. Bei manchen Einwohnermeldeämtern kann die Vorlage der Vermieterbescheinigung auch bequem in elektronischer Form erfolgen – am besten erkundigen Sie sich danach beim zuständigen Amt.

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Ab 1. November 2015 drohen Strafen

Die Vermieterbescheinigung, die den Umzug bestätigt, muss innerhalb von zwei Wochen nach Einzug in die neue Wohnung vorliegen, damit die Mieter sich fristgerecht an- oder ummelden können. Versäumt der Mieter die Ummeldefrist, droht ein Bußgeld von 1.000 Euro.

Stellt hingegen der Vermieter die Bescheinigung zu spät aus oder weigert er sich, dies zu tun, riskiert er ein Bußgeld von bis zu 1.000 Euro. Dazu muss allerdings der Mieter der Meldebehörde unverzüglich mitteilen, dass er die Vermieterbescheinigung zu spät oder gar nicht erhalten hat.

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