Ruhe­stö­rung: Kann Hun­de­ge­bell Miet­min­de­rung bewirken? Kzenon, Fotolia

26. September 2014, 14:13 Uhr

Streit mit den Nachbarn Ruhe­stö­rung: Kann Hun­de­ge­bell Miet­min­de­rung bewirken?

Hundegebell ist immer wieder ein Streitthema. Insbesondere da, wo viele Menschen eng zusammenwohnen. Fühlen Sie sich beispielsweise nachts gestört, weil der Hund in der Nachbarwohnung einfach keine Ruhe geben will? Der Gedanke an eine Mietminderung liegt da nicht fern, jedoch gibt es dabei viele Aspekte zu beachten.

Bleiben Sie locker - auch wenn es mal im Job unruhig wird. >>

Störendes Hun­de­ge­bell – eine Frage des Ein­zel­falls

Dass ein Hund gelegentlich bellt, ist nur natürlich. Jedem Nachbarn ist es zuzumuten, solche Geräusche hinzunehmen – solange sie nicht die Grenze zur Unzumutbarkeit überschreiten und zu einer echten Ruhestörung werden. Wann dieser Punkt tatsächlich erreicht ist, ist immer eine Frage des Einzelfalls. Pauschale Vorgaben aus der gängigen Rechtsprechung gibt es nicht. Ihr subjektives Empfinden allein reicht in der Regel nicht als Maßstab für eine Mietminderung.

Hält das Hundegebell allerdings regelmäßig über Stunden hinweg an oder dringt sogar nachts bis in Ihre vier Wände vor, kann eine Mietminderung zulässig sein. In jeden Fall lohnt sich ein Blick in den Mietvertrag: Hier ist unter anderem verzeichnet, ob das Halten von Hunden in der Wohnung überhaupt gestattet ist.

Lauter Nachbar: Mit den Nachbarn über die Ruhe­stö­rung sprechen

Bevor Sie eine Ruhestörung bei Ihrem gemeinsamen Vermieter anzeigen und es zum Streit mit dem Nachbarn kommt, beobachten Sie die Situation ganz genau. Versuchen Sie eine Art Lärmprotokoll zu führen und stellen Sie sich die Frage, inwiefern das Hundegebell Sie in Ihrem täglichen Leben stört. Bedenken Sie auch, dass eine Mietminderung  im Grunde nicht das eigentliche Problem löst. Der Abschluss einer Wohnungs-Rechtsschutzversicherung ist in derartigen Fällen sinnvoll.

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Informieren Sie stattdessen im ersten Schritt direkt den Hundehalter über Ihr Ärgernis. In einem ehrlichen Gespräch könnte sich herausstellen, dass  Ihrem Nachbarn vielleicht gar nicht bewusst ist, dass das Bellen seines geliebten Vierbeiners eine Ruhestörung für andere bedeuten könnte. Im besten Fall zeigt sich der Hundefreund einsichtig und überlegt sich eine Lösung für das Problem.

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