Neue Rechts­la­ge Stauke, Fotolia

30. September 2014, 11:01 Uhr

Neue Rechts­la­ge Online-Shopping: Wer zahlt das Porto bei einer Rück­sen­dung?

Die beim Online-Shopping bestellte Jacke oder Hose wird oft sicherheitshalber in zwei Größen bestellt. Das Porto für die Rücksendung war bislang kostenlos – ein Exemplar geht also auf jeden Fall zurück. Seit dem 13. Juni 2014 gelten für Online-Shopper und Internet-Händler nach EU-Recht jedoch neue Regeln für das Porto von Rücksendungen an Online-Shops.

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War zuvor die Klausel gültig, nach der Verkäufer ab einem Warenwert von 40 Euro automatisch das Porto für die Rücksendung zu tragen haben, können künftig die Retoure-Kosten, die beim Online-Shopping entstehen,  komplett an den Kunden weitergegeben werden. Jedoch unterliegen die Händler der Pflicht, Sie vor dem Kauf in einer Widerrufsbelehrung darüber zu informieren.

Kos­ten­lo­se Rück­sen­dung aus Kulanz

Nicht alle Online-Shops machen Gebrauch von der Neuregelung, sondern wollen ihren Kunden auch weiterhin ein uneingeschränktes Einkaufserlebnis bieten – inklusive kostenloser Retoure. Vor allem viele größere Versandhäuser halten Umfragen zufolge vorerst an der kostenlose Waren-Rücksendung fest. Um herauszufinden, ob Sie das Porto für den Rückversand Ihrer Online-Bestellung selbst zahlen müssen, sollten Sie beim Online-Shopping stets einen Blick auf die Allgemeinen Geschäftsbedingungen werfen.

So gelingt die Rück­sen­dung ohne Probleme

Die EU-Richtlinie über Verbraucherrechte bringt eine weitere Neuerung mit sich: Gefiel Ihnen ein Artikel Ihrer Bestellung nicht, so konnten Sie ihn bislang kommentarlos an den Händler zurückschicken. Fortan gilt jedoch: Jeder Rücksendung ist eine Widerrufserklärung beizulegen. In einem Satz können Sie formlos erklären, dass Sie beim Online-Shopping von Ihrem Widerrufsrecht Gebrauch machen möchten. Außerdem gehören Kundennummer, Bestellnummer sowie das Datum in das kurze Schreiben, das sie gemeinsam mit der Ware auf den Weg bringen.

Auch telefonisch können Sie Ihren Kauf widerrufen, mit der schriftlichen Variante sind Sie jedoch auf der sicheren Seite, sollte es gegebenenfalls zu einem Streit kommen. Haben Sie teure Waren geordert und sich dagegen entschieden, empfiehlt sich die Rücksendung per Einschreiben.

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