AGB in der Kritik Mikael Damkier, Fotolia

29. Januar 2015, 10:46 Uhr

AGB in der Kritik Neue Facebook-Nut­zungs­be­din­gun­gen: Was Sie jetzt wissen sollten

Ab dem 30. Januar 2015 gelten neue Facebook-Nutzungsbedingungen. Diese werden von vielen Seiten kritisch beäugt: Sie sollen möglich machen, dass Ihr Surfverhalten als Facebook-User auch außerhalb der Social-Media-Plattform analysiert werden kann. So kann Werbung künftig besser auf Ihre Interessen und Vorlieben zugeschnitten werden. Zwar wurde eine offizielle Stellungnahme veröffentlicht, in der Nutzern ein verständlicher Überblick über die neuen Facebook-Nutzungsbedingungen gegeben werden soll, dennoch bemängeln Experten in den neuen AGB große Probleme beim Datenschutz. Dies führte sogar dazu, dass der Rechtsausschuss des Bundestags eine nichtöffentliche Sitzung einberief, in der der für Europa zuständige Facebook-Vertreter Lord Richard Allan befragt wurde. Das Ergebnis: Der Social-Media-Gigant wird in puncto Datenschutz keine Zugeständnisse machen – die Facebook-Nutzungsbedingungen werden planungsgemäß in Kraft treten. Dies berichtet der "Bayerische Rundfunk".

Im Internet sollte man sich besser nur geschützt bewegen. >>

Die ver­än­der­ten Facebook-Nut­zungs­be­din­gun­gen im Überblick

Die neuen Funktionen haben das Ziel, noch ausführlicher auszuwerten, was Sie im Internet machen. So stärkt Facebook mit der Funktion "Atlas" künftig die Zusammenarbeit mit anderen Website-Betreibern, um zu analysieren, wie User auf den entsprechenden Seiten agieren. Außerdem können mehr Daten über das Smartphone und die Facebook-App gesammelt werden: Die Bestimmung Ihres Standorts durch GPS-Ortung macht es möglich, personalisierte Werbung in Form von lokalen Angeboten in der Nähe Ihres aktuellen Standorts zu schalten. Mit einem "Kauf"-Button können User direkt eine Bestellfunktion nutzen, um zu bestellen, was ihnen in der Werbung angeboten wurde. Ein weiterer kritischer Punkt in den neuen Facebook-Nutzungsbedingungen: Die Betreiber des sozialen Netzwerkes könnten die Auswertung von Daten des zu Facebook zugehörigen Kurznachrichtendienstes WhatsApp und der Foto-Plattform Instagram hinzuziehen.

Was können Sie für Ihren Daten­schutz tun?

Nachdem Sie nun einen Überblick über die Änderungen der Facebook-Nutzungsbedingungen bekommen haben, können Sie für sich persönlich entscheiden, ob dies in Ordnung für Sie ist oder nicht. Fürchten Sie um Ihren Datenschutz, können Sie bei Facebook selbst nur wenig dagegen unternehmen. Was bleibt ist die Entscheidung, die neuen AGB zu akzeptieren oder sich komplett aus dem sozialen Netzwerk abzumelden. Loggen Sie sich nach dem 30. Januar 2015 ein, akzeptieren Sie automatisch die neuen Geschäftsbedingungen. Ein Widerspruch ist nicht möglich – auch Cookie-Blocker können nur wenig ausrichten. Immerhin können Sie in den Einstellungen von Facebook bestimmen, wie Ihre Daten für Werbung verwendet werden sollen. Mit der Einführung der neuen Facebook-Nutzungsbedingungen bietet der Social-Media-Riese seinen Usern die Möglichkeit, ihre Daten besser vor der Öffentlichkeit zu schützen. Zukünftig können Sie noch genauer entscheiden, wer von Ihren Facebook-Freunden welche Inhalte sehen darf.

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