Private Hoch­schu­le: Stu­den­tin­nen im Vor­le­sungs­saal zinkevy, Fotolia

15. Juni 2015, 11:16 Uhr

Tempo zahlt sich nicht aus Private Hoch­schu­le: Können Turbo-Studenten Stu­di­en­ge­büh­ren sparen?

Die Studiengebühren für eine private Hochschule sind bekannterweise nicht gerade niedrig. Dafür wird Studenten in der Regel eine hochwertige Ausbildung mit spezifischer Fächerwahl geboten. Dem Amtsgericht Arnsberg lag nun ein Fall vor, bei dem ein Student, der ein Blitz-Studium absolvierte, Studiengebühren einsparen wollte. Das Gericht entschied jedoch, dass dies nicht möglich sei. Wenn es um viel Geld geht, kann ein Privat-Rechtsschutz immer hilfreich sein.

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Stu­di­en­ge­büh­ren: Vier Semester kosten so viel wie elf

Im Rechtsstreit gab das Amtsgericht Arnsberg der Dortmunder Hochschule für Management und Ökonomie FOM in ihrer Klage gegen einen ehemaligen Studenten Recht. Der 22-jährige Angeklagte muss seine vollen Studiengebühren – gemäß der Regelzeit von elf Semestern – zahlen, obwohl er sein Bachelor- und Masterstudium innerhalb von vier Semestern zum Abschluss bringen konnte. Der Student kündigte seinen Studienvertrag nach seinem frühzeitigen Abschluss und stellte die Zahlung ein. Die private Hochschule klagte. Es könne nicht sein, "dass die Normalstudenten mehr bezahlen müssen", zitiert die "Süddeutsche Zeitung" einen Anwalt. "Leistung muss sich lohnen", argumentierte der Student vergeblich und muss nun für die auf elf Semester ausgelegte Regelzeit Gebühren im Wert von 12.690 Euro zahlen.

Private Hoch­schu­len sind teuer

Eine private Hochschule ist teuer. So fallen abhängig von Einrichtung und Studiengang gut und gerne Studiengebühren in Höhe von bis zu rund 25.000 Euro an. Nicht immer ist es leicht zu sagen, ob sich ein privates Studium lohnt. Insbesondere in künstlerischen Fachbereichen ist eine Erfolgsplanung schwierig. Auf der anderen Seite versprechen viele private Hochschulen eine Unterbringung in der jeweiligen Branche, sofern das Studium erfolgreich abgeschlossen wurde. Dank der großen Nähe vieler privater Hochschulen zur Wirtschaft ist dies in der Praxis tatsächlich oft von Vorteil. Bei künstlerischen Berufen ist dies deutlich schwieriger – eine Garantie auf Erfolg gibt es nie.

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