Kleidung im Beruf BillionPhotos.com, Fotolia

17. August 2015, 13:56 Uhr

Kleidung im Beruf Arbeits­schutz­klei­dung und Dresscode im Büro: Diese Regeln gelten

In vielen Berufen ist Arbeitsschutzkleidung Pflicht. Diese ist meist nicht günstig zu erwerben und zu pflegen. Kann der Arbeitgeber von Ihnen verlangen, die Kosten selbst zu tragen? Und wie ist es bei anderer Arbeitskleidung, beispielsweise wenn ein einheitlicher Dresscode vorgeschrieben ist? Der Streitlotse gibt Auskunft über die arbeitsrechtlichen Regeln rund um die Berufskleidung.

Hält sich Ihr Chef nicht an die arbeitsrechtlichen Bestimmungen? Ein Berufs-Rechtsschutz kann weiterhelfen. >>

Das gilt für vor­ge­schrie­be­ne Arbeits­schutz­klei­dung

Ob Helm, Atemschutz oder Schutzbrille: In vielen Berufen ist Arbeitsschutzkleidung durch die Unfallverhütungsvorschriften der Berufsgenossenschaften oder per Gesetz vorgeschrieben. Der Arbeitgeber trägt zum einen die Verantwortung dafür, dass jeder Arbeitnehmer eine eigene, für ihn angepasste Arbeitskleidung erhält. Dies gilt auch für Auszubildende. Zum anderen muss er auch die Kosten dafür tragen. Mit der Anschaffung der Arbeitsschutzkleidung ist es damit noch nicht getan. Der Chef hat auch dafür zu sorgen, dass diese regelmäßig gereinigt, gepflegt und Teile gegebenenfalls ausgetauscht werden, wie zum Beispiel die Filter von Atemschutzmasken. Jedoch darf er dafür nach Vereinbarung einen Teil vom Verdienst der Arbeitnehmer einbehalten, um diese an den Kosten zu beteiligen – solange Arbeitnehmer hierdurch nicht unangemessen benachteiligt werden. Das Gleiche gilt für branchenspezifische Berufskleidung wie etwa bei Köchen, Schornsteinfegern oder Polizisten.

Berufs­klei­dung und Corporate Identity

Auch wenn Arbeitsschutzkleidung nicht vorgeschrieben ist, können Sie als Arbeitnehmer in Ihrer freien Outfit-Wahl eingeschränkt werden. So gibt es in vielen Betrieben in Bezug auf die Arbeitskleidung einen Dresscode, der beispielsweise zur Corporate Identity beitragen oder die Funktion der Arbeitnehmer kennzeichnen soll. In der Regel müssen Sie in diesem Fall die Kosten für Anschaffung und Pflege der Berufskleidung selbst tragen. Ausnahmen können jedoch im Arbeitsvertrag oder Tarifvertrag geregelt sein.

Tipp: Ob das zeitaufwendige Anlegen der Arbeitskleidung als Arbeitszeit angerechnet werden muss oder nicht, erfahren Sie in diesem Streitlotsen-Ratgeber.

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