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Haftung Haftung: Haftet das Umzugs­un­ter­nehmen für Schäden?

Wenn bei einem Umzug Schäden entstehen, muss der Verur­sacher norma­ler­weise dafür gerade­stehen. Dies gilt auch für Umzugs­un­ter­nehmen, die gesetzlich zu einer Haftung verpflichtet sind. Wenn Ihr Umzug zum Streit mit der Umzugs­firma führt, ist rechlicher Rat hilfreich. Hier erfahren Sie mehr zur Haftung von Umzugs­firmen, und was Sie im Fall eines entstan­denen Schadens tun können.

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Haftung: Umzugs­un­ter­nehmen haften für bis zu 620 Euro pro Kubik­meter

Bei einem Umzug kann immer mal etwas zu Bruch gehen. Wenn ein Umzugs­helfer etwas beschä­digen sollte, ist es daher wichtig, dass Sie die gesetz­lichen Bestim­mungen kennen. Statt dem Umzugs­un­ter­nehmen gleich mit einem Anwalt zu drohen oder den Umzugs­helfer wütend zu beschimpfen, sollten Sie die Lage sachlich analy­sieren und gemeinsam nach einer Lösung suchen. In den meisten Fällen können Sie so einen Rechts­streit vermeiden.

Grund­sätzlich gilt: Das Umzugs­un­ter­nehmen haftet für Schäden, die in dessen Verant­wor­tungs­be­reich fallen. Dieser bezieht sich in der Regel auf die Beför­derung und Auslie­ferung. Die Grund­haftung des Umzugs­un­ter­nehmens ist laut § 451 des Handels­ge­setz­buches (HGB) auf 620 Euro pro Kubik­meter festgelegt. Wenn der Wert der Trans­port­ge­gen­stände diese Summe überschreitet, sollten Sie im Vorwege eine zusätz­liche Trans­port­ver­si­cherung abschließen. Tipp: Weisen Sie die Umzugs­helfer schon vor dem Transport auf besonders wertvolle oder für Sie wichtige Gegen­stände hin.

Hilfreich ist ein Blick in die Allge­meinen Geschäfts­be­din­gungen des jewei­ligen Umzugs­un­ter­nehmens bezie­hungs­weise der Spedition. Hier schließen die Unter­nehmen oftmals die Haftung für Schäden durch sogenannte unabwendbare Ereig­nisse aus. Dazu gehören beispiels­weise Schäden durch Dritte oder Natur­ge­walten.

So können Sie im Fall eines Schadens vorgehen

Wenn während des Umzugs ein Gegen­stand beschädigt wird, sollten Sie alle Schäden zunächst in Form von Fotos oder Videos dokumen­tieren. Es empfiehlt sich, den Zustand besonders wertvoller Gegen­stände schon vor dem Umzug zu dokumen­tieren, sodass Sie im Fall der Fälle beweisen können, dass der beschä­digte Gegen­stand vor dem Umzug noch intakt war. Rekla­mieren Sie die Schäden am besten schon während des Umzugs bei dem leitenden Umzugs­helfer und lassen Sie sich dies dann schriftlich bestä­tigen. Halten Sie sich an die gesetz­lichen Fristen der Rekla­mation, damit es nicht zu einer Verjährung kommt.

Der Spedi­ti­ons­verband AMÖ rät: Offen ersicht­liche Schäden sollten Sie dem Umzugs­un­ter­nehmen bezie­hungs­weise der Spedition spätestens am Tag nach der Ablie­ferung anzeigen, nicht offen ersicht­liche Schäden spätestens nach 14 Tagen. Um sicher zu gehen, sollten Sie Schäden schriftlich spezi­fi­zieren. Wenn alle Betei­ligten sich wahrheits­gemäß und korrekt verhalten, wird die Angele­genheit schnell geregelt. Bei Unklar­heiten sollten Sie einen Anwalt oder Experten befragen.

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