Üble Nachrede und Verleumdung: Mann in Büro-Küche, im Hintergrund lästern Kolleginnen hinter vorgehaltener Hand Peggy Blume, Fotolia

Böse Zungen Üble Nachrede und Ver­leum­dung: Dies sind Ihre Rechte

Unwahrheiten, die über einen selbst in Umlauf gebracht werden, sind nicht nur rufschädigend, sondern auch psychisch belastend. Üble Nachrede und Verleumdung sind in diesem Kontext die passenden Schlagworte. Worin der Unterschied zwischen den Begriffen liegt und wann sich eine Person strafbar macht, verrät der Streitlotse-Ratgeber.

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Üble Nachrede oder Ver­leum­dung? Der Unter­schied

Was üble Nachrede und Verleumdung genau bedeuten, ist im Strafgesetzbuch (StGB) verankert. Nach § 186 StGB wird von übler Nachrede gesprochen, wenn über eine Person Tatsachen behauptet und verbreitet werden, die nachweislich als unwahr herausgestellt werden können. Im Unterschied zum Gerücht ist die Nachrede deutlich aggressiver und diffamierender. Die behaupteten Tatsachen sind entweder verächtlich oder haben negative Konsequenzen für den Betroffenen in der Öffentlichkeit. Im Streitfall hilft ein Rechtsschutz weiter.

Paragraf 187 StGB bildet wiederum den gesetzlichen Rahmen für die Verleumdung. Auch in diesem Fall werden unwahre, ehrenrührige Aussagen über eine Person getätigt. Im Unterschied zur üblen Nachrede ist sich der Verleumder jedoch der Unwahrheit seiner verächtlichen Aussagen gegenüber Dritten bewusst und hat sie nicht etwa nur von einer anderen Person erfahren, ohne den Wahrheitsgehalt zu kennen.

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Wie werden üble Nachrede und Ver­leum­dung bestraft?

Auf üble Nachrede kann eine Freiheitsstrafe von bis zu einem Jahr oder eine Geldstrafe folgen. In dem Fall, dass die üble Nachrede durch Schriften verbreitet oder veröffentlicht wurde, kann dies sogar mit zu zwei Jahren Freiheitsstrafe geahndet werden. Bei Verleumdung ist das Strafmaß höher angesetzt. Hier drohen bis zu zwei Jahre Freiheitstrafe oder eine Geldbuße – wird eine Person öffentlich verleumdet, kann sich der Strafrahmen sogar auf bis zu fünf Jahre Freiheitsstrafe belaufen.

Im Streitlotse-Ratgeber "Verleumdung: Wie Sie vorgehen sollten" erhalten Sie weitere Tipps.

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