Im Bereich Arbeits­recht sorgt das Thema Vergütung am häu­figs­ten für Strei­te­rei­en ©spyderskidoo/istock.com

21. November 2019, 11:40 Uhr

Der große Streit­at­las 2019 Konflikte am Arbeits­platz: Gehalt ist und bleibt Streit­the­ma Nummer eins

Der Streitatlas 2019 zeigt, dass 13,1 Prozent der untersuchten Streitfälle aus dem Jahr 2018 in den Bereich Arbeitsrecht fallen. Das sind immerhin 0,3 Prozent weniger als im Jahr davor. Trotz dieser positiven Tendenz sorgt das Thema Vergütung nach wie vor mit 30,9 Prozent am häufigsten für Konflikte im Bereich Arbeitsrecht.

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Ver­spä­te­te Lohn­zah­lung kann teuer werden – für den Arbeit­ge­ber

Der erste des Monats ist bereits verstrichen und der Lohn noch nicht auf dem Konto. Miete und Ratenzahlungen sind fällig, doch das dafür benötigte Geld steht noch nicht zur Verfügung. Bisher konnte man bei verspäteter Lohnzahlung meist nur Verzugszinsen in Höhe von fünf Prozent geltend machen. Seit Juli 2016 können allerdings alle Arbeitnehmer auch eine Verzugspauschale in Höhe von 40 Euro geltend machen. Das war bis dahin Arbeitnehmern vorenthalten, deren Arbeitsvertrag nach dem 28. Juli 2014 geschlossen wurde.

Das Geld kann bereits am ersten Tag der Verspätung eingefordert werden. Es ist als Kompensation für den Aufwand des Arbeitnehmers gedacht. Steht im Arbeitsvertrag ein konkretes Datum der Lohnzahlung, muss man seinen Arbeitgeber auch nicht mahnen, sondern kann die Verzugspauschale direkt einfordern. Die Verzugspauschale steht dem Arbeitnehmer überdies nicht nur zu, wenn der gesamte Lohn nicht rechtzeitig gezahlt wird, sondern auch wenn nur Teile nicht pünktlich auf dem Konto landen.

 

Streit­fäl­le um Kündigung und Arbeits­zeug­nisMehr Informationen zum Thema Arbeitsrechtsschutz

Die meisten Rechtsstreitigkeiten im Bereich Arbeitsrecht drehen sich um das Thema Vergütung (30,9 Prozent), gefolgt von Streitigkeiten über die ordentliche Kündigung eines Arbeitsverhältnisses (15,9 Prozent) Konflikte rund um das das Arbeitszeugnis belegen mit 13,5 Prozent den dritten Platz. Leicht gestiegen sind mit neun Prozent Streitigkeiten, die sich rund um das Thema Urlaub drehen.

Im Geschlechtervergleich ist der Anteil der Frauen, die einen Rechtsstreit im Job führen mussten, mit 14,5 Prozent zwar im Vergleich zum Vorjahr etwas niedriger, dennoch liegt er immer noch höher als der Anteil der Männer, die beruflich in einen Konflikt verwickelt waren (12,4 Prozent).

 

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