{"id":9988,"date":"2016-02-10T15:52:01","date_gmt":"2016-02-10T14:52:01","guid":{"rendered":"https:\/\/www.advocard.de\/streitlotse\/arbeit-und-karriere\/arbeit-auf-abruf-das-sind-die-gesetzlichen-grenzen\/"},"modified":"2016-07-11T15:05:06","modified_gmt":"2016-07-11T14:05:06","slug":"arbeit-auf-abruf-das-sind-die-gesetzlichen-grenzen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.advocard.de\/streitlotse\/arbeit-und-karriere\/arbeit-auf-abruf-das-sind-die-gesetzlichen-grenzen\/","title":{"rendered":"Arbeit auf Abruf: Das sind die gesetz\u00adli\u00adchen Grenzen"},"content":{"rendered":"<p>Arbeit auf Abruf bedeutet, dass ein Arbeitnehmer in seinem Betrieb&nbsp;immer nur dann eingesetzt wird, wenn gen\u00fcgend&nbsp;Arbeit anf\u00e4llt. Die Arbeitszeiten k\u00f6nnen daher von Woche zu Woche stark schwanken \u2013 dies erfordert viel Flexibilit\u00e4t. Der Arbeitgeber darf die Zeiten per <a title=\"Warum Rechtsschutz?\" href=\"https:\/\/www.advocard.de\/warum-rechtsschutz.html\" target=\"_blank\">Gesetz<\/a> jedoch nicht v\u00f6llig frei festlegen, sondern ist an Einschr\u00e4nkungen gebunden.<\/p>\n<p><a title=\"Berufs-Rechtsschutz\" href=\"https:\/\/www.advocard.de\/berufsrechtsschutz\/\" target=\"_blank\">Ihr&nbsp;Arbeitgeber&nbsp;h\u00e4lt sich nicht an die Regeln? Mit einem Berufs-Rechtsschutz sind Sie auf der sicheren Seite.&nbsp;&gt;&gt;<\/a><\/p>\n<h2>Die gesetz\u00adli\u00adchen Rege\u00adlun\u00adgen zur Arbeit auf&nbsp;Abruf<\/h2>\n<p>Die wesentlichen Regelungen zur Arbeit auf Abruf finden sich in \u00a7 12 des Teilzeit- und Befristungsgesetzes (TzBfG), denn in der Regel handelt es sich bei Arbeitnehmern mit solchen Arbeitsvertr\u00e4gen um&nbsp;<a title=\"\u00dcberstunden bei Teilzeit: Wissenswertes zur Mehrarbeit\" href=\"https:\/\/www.advocard.de\/streitlotse\/arbeit-und-karriere\/ueberstunden-bei-teilzeit-wissenswertes-zur-mehrarbeit\/\" target=\"_blank\">Teilzeitkr\u00e4fte<\/a>. Arbeit auf Abruf stellt in der Regel einen Vorteil f\u00fcr den Arbeitgeber dar:&nbsp;Der&nbsp;in \u00a7 615 B\u00fcrgerliches Gesetzbuch (BGB) festgeschriebene Grundsatz, wonach der <a title=\"Der Arbeitsgeber-Rechtsschutz von Advocard\" href=\"https:\/\/www.advocard.de\/arbeitgeber-rechtsschutz\/\" target=\"_blank\">Arbeitgeber<\/a> den Lohn auch dann weiter zahlen muss, wenn <a title=\"Kurzarbeit\" href=\"https:\/\/www.advocard.de\/streitlotse\/arbeit-und-karriere\/kurzarbeit-das-sollten-arbeitnehmer-zu-kurzarbeitergeld-und-co-wissen\/\" target=\"_blank\">wenig&nbsp;Arbeit<\/a>&nbsp;anf\u00e4llt&nbsp;oder technische St\u00f6rungen im Betrieb auftreten, gilt hier&nbsp;nicht. &nbsp;Arbeit auf Abruf&nbsp;muss in jedem Fall im Arbeitsvertrag festgeschrieben werden, der Arbeitnehmer muss einer solchen&nbsp;Regelung also ausdr\u00fccklich zustimmen.<\/p>\n<h2>Diese Ein\u00adschr\u00e4n\u00adkun\u00adgen gibt&nbsp;das Gesetz vor<\/h2>\n<p>Das TzBfG&nbsp;sch\u00fctzt Arbeitnehmer, die Arbeit auf Abruf leisten m\u00fcssen, indem es gewisse <a title=\"H\u00f6chstarbeitszeit\" href=\"https:\/\/www.advocard.de\/streitlotse\/arbeit-und-karriere\/hoechstarbeitszeit-wie-viele-stunden-erlaubt-das-arbeitszeitgesetz\/\" target=\"_blank\">Grenzen<\/a> setzt. So muss der Betrieb dem Mitarbeiter mindestens vier Tage im Voraus mitteilen, wann und zu welchen Zeiten er arbeiten muss \u2013 ansonsten kann der Arbeitnehmer die&nbsp;Arbeit <a title=\"Mediation\" href=\"https:\/\/www.advocard.de\/info\/mediation\/\" target=\"_blank\">verweigern<\/a>. Au\u00dferdem muss der&nbsp;Arbeitsvertrag eine bestimmte Mindestarbeitszeit pro Woche und&nbsp;Tag festlegen. Ist dies nicht geregelt, gilt es per Gesetz als vereinbart, dass der Mitarbeiter&nbsp;mindestens zehn Stunden pro Woche und an jedem Arbeitstag&nbsp;f\u00fcr&nbsp;mindestens drei aufeinander folgende Stunden arbeitet.<\/p>\n<h2><a href=\"https:\/\/www.advocard.de\/kontakt\/kontaktweg\/\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-9263 size-full\" title=\"Sie wissen sich nicht mehr zu helfen? Kontaktieren Sie uns!\" src=\"https:\/\/www.advocard.de\/streitlotse\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/Arbeit_Karriere_A.png\" alt=\"Bei Arbeitsrechtsfragen sind wir Ihr Partner!\" width=\"313\" height=\"198\" srcset=\"https:\/\/www.advocard.de\/streitlotse\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/Arbeit_Karriere_A.png 313w, https:\/\/www.advocard.de\/streitlotse\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/Arbeit_Karriere_A-300x190.png 300w\" sizes=\"(max-width: 313px) 100vw, 313px\"><\/a>Urteile: Fle\u00adxi\u00adbi\u00adli\u00adt\u00e4t muss Grenzen haben<\/h2>\n<p>Obwohl die gesetzlichen Regelungen dem Arbeitgeber immer noch viel Spielraum bei der zeitlichen Einteilung geben, m\u00fcssen Arbeitnehmer bei Arbeit auf Abruf nur bis zu einem gewissen Ma\u00df <a title=\"Arbeitsrechtsschutz\" href=\"https:\/\/www.advocard.de\/info\/arbeit\/\" target=\"_blank\">flexibel<\/a> sein \u2013 das zeigen mehrere Gerichtsurteile. Das Landesarbeitsgericht D\u00fcsseldorf hat in einem aktuellen <a title=\"Anwalt suchen\" href=\"https:\/\/www.advocard.de\/service\/allgemeine-serviceleistungen\/anwaltssuche\/\" target=\"_blank\">Urteil <\/a>zugunsten eines Arbeitnehmers&nbsp;entschieden: Er muss es demnach nicht hinnehmen, dass sein Arbeitsvertrag eine w\u00f6chentliche Arbeitszeit zwischen 0 und 48 Stunden vorsieht&nbsp;(AZ 7 Sa 313\/15). Zwar habe der Mitarbeiter&nbsp;keinen Anspruch auf eine geforderte feste Wochenarbeitszeit, so die Richter, jedoch m\u00fcsse die Arbeitszeit besser planbar sein.&nbsp;Auch das Bundesarbeitsgericht hat 2008 geurteilt: \"Ein v\u00f6llig offener Umfang der Arbeitspflicht ist nicht tragbar.\" (AZ 5 AZR 810\/07)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Arbeit auf Abruf bedeutet, dass ein Arbeitnehmer in seinem Betrieb&nbsp;immer nur dann eingesetzt wird, wenn gen\u00fcgend&nbsp;Arbeit anf\u00e4llt. Die Arbeitszeiten k\u00f6nnen daher von Woche zu Woche stark schwanken \u2013 dies erfordert viel Flexibilit\u00e4t. Der Arbeitgeber darf die Zeiten per Gesetz jedoch nicht v\u00f6llig frei festlegen, sondern ist an Einschr\u00e4nkungen gebunden. Ihr&nbsp;Arbeitgeber&nbsp;h\u00e4lt sich nicht an die Regeln? [\u2026]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"wp_typography_post_enhancements_disabled":false,"footnotes":""},"categories":[3,63,65],"tags":[],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.advocard.de\/streitlotse\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9988"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.advocard.de\/streitlotse\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.advocard.de\/streitlotse\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.advocard.de\/streitlotse\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.advocard.de\/streitlotse\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=9988"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.advocard.de\/streitlotse\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9988\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":9994,"href":"https:\/\/www.advocard.de\/streitlotse\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9988\/revisions\/9994"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.advocard.de\/streitlotse\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=9988"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.advocard.de\/streitlotse\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=9988"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.advocard.de\/streitlotse\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=9988"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}