{"id":5288,"date":"2015-02-18T14:16:45","date_gmt":"2015-02-18T14:16:45","guid":{"rendered":"http:\/\/www.advocard.de\/streitlotse\/?p=5288"},"modified":"2015-07-29T18:10:14","modified_gmt":"2015-07-29T16:10:14","slug":"verleumdung-wie-sie-vorgehen-sollten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.advocard.de\/streitlotse\/arbeit-und-karriere\/verleumdung-wie-sie-vorgehen-sollten\/","title":{"rendered":"Ver\u00adleum\u00addung: Wie Sie vorgehen sollten"},"content":{"rendered":"<p>Ein unbedachter Moment und schon ist im Eifer ein falsches Wort gefallen \u2013 sicher kennen Sie das und schlucken bei einem derartigen Ausfall meist Ihren \u00c4rger herunter. Doch muss man sich so etwas wirklich bieten lassen? Wie sieht eine angemessene Reaktion etwa auf eine Verleumdung aus? Im Interview mit dem Streitlotsen erl\u00e4utert Anwalt Nikolaus Hantke von der <a href=\"http:\/\/www.jus-plus.de\/\" target=\"_blank\">Kanzlei Dr. Herzog &amp; Kollegen<\/a>, wann man von \u00fcbler Nachrede oder Verleumdung spricht und wie Sie vorgehen sollten.<\/p>\n<p><a title=\"\u00dcble Nachrede und Verleumdnung - das m\u00fcssen Sie sich nicht gefallen lassen\" href=\"https:\/\/www.advocard.de\/darum-advocard.html\">Lassen Sie sich \u00fcber Nachrede nicht gefallen - sichern Sie sich rechtlich ab &gt;&gt;<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Streitlotse:<\/strong><\/em> Opfer von \u00fcbler Nachrede oder Verleumdung wissen h\u00e4ufig nicht, wie sie konkret dagegen vorgehen sollen. Selten kommt es zu einer Anzeige. Doch wie sollten Opfer reagieren, wenn sie sich so etwas nicht einfach gefallen lassen wollen?<\/p>\n<p><em><strong>Nikolaus Hantke:<\/strong><\/em> Das ist bei Delikten wie der \u00fcblen Nachrede oder Verleumdung in der Tat nicht ganz einfach. Generell gilt: Wer ehrenr\u00fchrige Aussagen \u00fcber andere Personen trifft ohne deren Wahrheitsgehalt beweisen zu k\u00f6nnen, macht sich der \u00fcblen Nachrede schuldig. Wer sogar wei\u00df, dass die Aussagen unwahr sind, kann wegen Verleumdung strafrechtlich belangt werden. Allerdings stellt die Staatsanwaltschaft h\u00e4ufig derartige Verfahren ein und verweist auf den <a href=\"https:\/\/www.advocard.de\/komplett-rechtsschutz-privat.html\" target=\"_blank\">Privatklageweg<\/a> \u2013 also einen Prozess ohne Beteiligung der Staatsanwaltschaft. Betroffene sollten nicht zuletzt deshalb zun\u00e4chst versuchen, den T\u00e4ter sachlich zur Rede zu stellen und ihn dazu zu bringen, seine Aussagen zur\u00fcckzunehmen und sich zu entschuldigen. Hilft das nicht weiter, muss man in einigen Bundesl\u00e4ndern \u2013 etwa in Bayern \u2013 zun\u00e4chst einen Schlichter anrufen, bevor man vor Gericht ziehen kann.<\/p>\n<p><em><strong>Streitlotse:<\/strong><\/em> Nicht immer l\u00e4sst sich die Aussage so leicht aus der Welt schaffen. \u00dcber soziale Netzwerke werden immer wieder Menschen diffamiert oder blo\u00dfgestellt. Vielfach sind Kinder und Jugendliche betroffen oder beteiligt. Wie sollten zum Beispiel Eltern vorgehen, deren Kind Opfer von <a title=\"Cyber\u00admob\u00adbing: Was kann man&nbsp;tun?\" href=\"https:\/\/www.advocard.de\/streitlotse\/internet-und-konsum\/cybermobbing-was-kann-man-tun\/\">Cyber-Mobbing<\/a> geworden ist?<\/p>\n<p><em><strong>Nikolaus Hantke:<\/strong><\/em> Zun\u00e4chst ist es wichtig, dass sich Eltern der <a title=\"Neue Facebook-Nutzungsbedingungen: Was Sie jetzt wissen sollten\" href=\"https:\/\/www.advocard.de\/streitlotse\/internet-und-konsum\/neue-facebook-nutzungsbedingungen-was-sie-jetzt-wissen-sollten\/\">digitalen Welt<\/a> der Kinder nicht pauschal verschlie\u00dfen, sondern sich damit besch\u00e4ftigen, um ein grunds\u00e4tzliches Verst\u00e4ndnis zu entwickeln. Dann k\u00f6nnen sie auch viel leichter gemeinsam mit dem von einer Verleumdung betroffenen Kind nach L\u00f6sungen suchen. H\u00e4ufig l\u00e4sst sich die Sache auch hier mit einem Gespr\u00e4ch mit den Beteiligten kl\u00e4ren. Eltern k\u00f6nnen bei einer derartigen Verleumdung \u00fcber ein soziales Netzwerk aber auch eine Unterlassung erwirken. Dies sollte ein Anwalt \u00fcbernehmen. Eine weitere M\u00f6glichkeit ist, durch einen einstweiligen Rechtsschutz gerichtlich eine Unterlassung zu erzielen. Die ehrenr\u00fchrigen Eintr\u00e4ge m\u00fcssen dann entfernt werden.<\/p>\n<p><em><strong>Streitlotse:<\/strong><\/em> Sollten es Betroffene denn generell vermeiden, direkt Strafanzeige zu stellen?<\/p>\n<p><em><strong>Nikolaus Hantke:<\/strong><\/em> Meist sind dem Opfer die T\u00e4ter bei Delikten wie einer Verleumdung bekannt. Daher sollte der Betroffene in der Tat zun\u00e4chst das direkte Gespr\u00e4ch suchen und eine g\u00fctliche Kl\u00e4rung anstreben. Dem T\u00e4ter sollte dabei klar gemacht werden, dass er mit seinen Aussagen anderen bewusst schadet, er sich einer Verleumdung schuldig macht und notfalls mit weiteren Konsequenzen rechnen muss. In vielen F\u00e4llen l\u00e4sst sich durch ein solches Gespr\u00e4ch bereits eine L\u00f6sung erzielen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein unbedachter Moment und schon ist im Eifer ein falsches Wort gefallen \u2013 sicher kennen Sie das und schlucken bei einem derartigen Ausfall meist Ihren \u00c4rger herunter. Doch muss man sich so etwas wirklich bieten lassen? Wie sieht eine angemessene Reaktion etwa auf eine Verleumdung aus? 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