{"id":17756,"date":"2018-11-02T12:14:02","date_gmt":"2018-11-02T11:14:02","guid":{"rendered":"https:\/\/www.advocard.de\/streitlotse\/familie-und-vorsorge\/gesundheit\/nicht-krankenversichert-zu-sein-ist-strafbar-stimmt-das\/"},"modified":"2018-11-02T13:11:50","modified_gmt":"2018-11-02T12:11:50","slug":"nicht-krankenversichert-zu-sein-ist-strafbar-stimmt-das","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.advocard.de\/streitlotse\/familie-und-vorsorge\/gesundheit\/nicht-krankenversichert-zu-sein-ist-strafbar-stimmt-das\/","title":{"rendered":"Nicht kran\u00adken\u00adver\u00adsi\u00adchert zu sein, ist strafbar \u2013 stimmt das?"},"content":{"rendered":"<p>Wer sich nicht gesetzlich oder privat krankenversichert, begeht zwar keine Straftat, aber er muss mit hohen Beitragsnachzahlungen rechnen, sobald er wieder in eine Krankenversicherung eintritt. Es gibt allerdings M\u00f6glichkeiten, den wirtschaftlichen Schaden zu begrenzen.<\/p>\n<p><a title=\"Rundum abgesichert mit ADVOCARD-360\u00b0-PRIVAT\" href=\"https:\/\/www.advocard.de\/360-grad\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">In allen Lebenslagen gut abgesichert \u2013 mit&nbsp;den Rechtsprofis von ADVOCARD. &gt;&gt;<\/a><\/p>\n<h2>Keine Kran\u00adken\u00adver\u00adsi\u00adche\u00adrung: Ist das strafbar?<\/h2>\n<p>Nein, strafbar ist es nicht,&nbsp;wenn man nicht krankenversichert ist \u2013 auch wenn die Krankenversicherung eine Pflichtversicherung ist. Seit 2009 gilt gem\u00e4\u00df \u00a7 193 Absatz 3 Versicherungsvertragsgesetz (VVG) die <strong>allgemeine Krankenversicherungspflicht<\/strong> f\u00fcr alle Menschen, die&nbsp;ihren Wohnsitz in Deutschland haben. Angestellte haben damit in der Regel keine Probleme, weil sie direkt \u00fcber den Arbeitgeber versichert sind. Doch zum Beispiel Selbstst\u00e4ndige mit geringen Eink\u00fcnften verzichten manchmal auf eine Krankenversicherung, um die relativ hohen Beitr\u00e4ge zu sparen.<\/p>\n<h2>Welche Folgen hat es, wenn man nicht kran\u00adken\u00adver\u00adsi\u00adchert&nbsp;ist?<\/h2>\n<p>Wer nicht versichert ist und so auch keine Versicherungsbeitr\u00e4ge zahlt, muss mit einigen Konsequenzen rechnen:<\/p>\n<ul>\n<li>Es h\u00e4ufen sich <strong>Bei\u00adtrags\u00adschul\u00adden<\/strong> an. Die treibt im Zwei\u00adfels\u00adfall der Zoll ein \u2013 zum Beispiel durch eine Kontopf\u00e4ndung.<\/li>\n<li>Zus\u00e4tz\u00adlich erheben die Ver\u00adsi\u00adche\u00adrer&nbsp;<strong>S\u00e4um\u00adnis\u00adzu\u00adschl\u00e4\u00adge<\/strong>.<\/li>\n<li>Es wird nur noch eine<strong> Grund\u00adver\u00adsor\u00adgung in Notf\u00e4llen<\/strong> und bei Schwan\u00adger\u00adschaft gew\u00e4hrt.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Da die Krankenversicherung ein verpflichtender Teil des deutschen Solidarsystems ist, werden die <strong>Beitr\u00e4ge auch dann f\u00e4llig, wenn man keine Leistungen in Anspruch nimmt<\/strong>. Wer eine gewisse Zeit nicht&nbsp;krankenversichert war, muss die ausstehenden Beitr\u00e4ge deshalb begleichen, wenn er in die Krankenversicherung zur\u00fcckkehrt. Menschen, die aus finanzieller Not heraus keine Krankenkassenbeitr\u00e4ge mehr bezahlt haben, geraten so schnell in einen Teufelskreis.<\/p>\n<h2>Nicht kran\u00adken\u00adver\u00adsi\u00adchert: Wer zahlt den Arztbesuch?<\/h2>\n<p>Wer keine Krankenversicherung hat, kann bei gesundheitlichen Beschwerden <strong>trotzdem zum Arzt<\/strong> gehen \u2013 allerdings mit Einschr\u00e4nkungen. Wenn der <a title=\"Warum ist eine Rechtsschutzversicherung sinnvoll?\" href=\"https:\/\/www.advocard.de\/rechtsschutzversicherung\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Versicherte <\/a>nicht zahlt, muss auch die Krankenversicherung nichts leisten. Bei ganz akuten Problemen kommt sie in der Regel aber trotzdem f\u00fcr die Behandlung auf. Doch was als Notfall gilt, ist eine Einzelfallentscheidung und alle Behandlungen, die \u00fcber das Notwendigste hinausgehen, m\u00fcssen Nicht-Versicherte aus eigener Tasche zahlen.<\/p>\n<h2>Keine Kran\u00adken\u00adver\u00adsi\u00adche\u00adrung: Was muss ich jetzt&nbsp;tun?<\/h2>\n<p>Der dringende Rat: <strong>So schnell wie m\u00f6glich zur\u00fcck in die Krankenversicherung.<\/strong>&nbsp;So vermeidest du eine Schuldenspirale und Versorgungsl\u00fccken.<\/p>\n<p>Wer vorher privat versichert war, muss auch nach der Zeit ohne Krankenversicherung zur\u00fcck in die <a title=\"Private Krankenversicherung k\u00fcndigen: BGH st\u00e4rkt Verbraucherrechte\" href=\"https:\/\/www.advocard.de\/streitlotse\/internet-und-konsum\/private-krankenversicherung-kuendigen-bgh-staerkt-verbraucherrechte\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Private Krankenversicherung (PKV)<\/a>. Wer gesetzlich versichert war, geht auch zur\u00fcck in die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV). Er wendet sich an seine ehemalige Krankenkasse, die ihn wieder aufnehmen muss. Wer vorher noch nicht gesetzlich versichert war, kann selbst eine Krankenkasse w\u00e4hlen. Vergleichen lohnt sich, denn jetzt geht es vor allem darum, einen <strong>g\u00fcnstigen Versicherungstarif zu finden<\/strong>.<\/p>\n<p>Dann hei\u00dft es <strong>Schulden begleichen<\/strong>.&nbsp; Sind die Beitragsr\u00fcckst\u00e4nde (GKV) beziehungsweise Pr\u00e4mienzuschl\u00e4ge (PKV) zu hoch, um sie auf einmal zu begleichen, gibt es folgende Optionen, \u00fcber die du mit der Krankenversicherung verhandeln kannst:<\/p>\n<ul>\n<li>Raten\u00adzah\u00adlung \u2013 meist mit Zinsen verbunden<\/li>\n<li>Verzicht auf S\u00e4umniszuschl\u00e4ge<\/li>\n<li>Bei\u00adtrags\u00adnach\u00adlass (GKV)<\/li>\n<li>Rabatt auf die Pr\u00e4\u00admi\u00aden\u00adzu\u00adschl\u00e4\u00adge (PKV)<\/li>\n<\/ul>\n<p>Um <strong>Chancen auf einen Nachlass<\/strong> zu haben, sind folgende Voraussetzungen notwendig:<\/p>\n<ul>\n<li>Du warst l\u00e4nger als drei Monate (GKV) oder l\u00e4nger als sechs Monate (PKV) nicht krankenversichert.<\/li>\n<li>Du hast in deiner ver\u00adsi\u00adche\u00adrungs\u00adlo\u00adsen Zeit keine Leis\u00adtun\u00adgen in Anspruch genommen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Sobald du einen <strong>Vertrag mit einer Krankenversicherung<\/strong>&nbsp;gemacht hast, bist du wieder regul\u00e4r krankenversichert \u2013 mit allen \u00fcblichen Leistungen.<\/p>\n<h2>Wie hoch ist die Nach\u00adzah\u00adlung f\u00fcr die Zeit ohne Krankenversicherung?<\/h2>\n<p><a href=\"https:\/\/www.advocard.de\/privatrechtsschutz\/\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright wp-image-9267 size-medium\" title=\"Privat-Rechtsschutz von ADVOCARD\" src=\"https:\/\/www.advocard.de\/streitlotse\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/Vererben_Vorsorgen_A-300x190.png\" alt=\"Rechtsschutz\" width=\"300\" height=\"190\" srcset=\"https:\/\/www.advocard.de\/streitlotse\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/Vererben_Vorsorgen_A-300x190.png 300w, https:\/\/www.advocard.de\/streitlotse\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/Vererben_Vorsorgen_A.png 313w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\"><\/a><\/p>\n<p>Die <strong>GKV<\/strong> berechnet die H\u00f6he der Nachzahlung mit <strong>zehn Prozent des beitragspflichtigen Einkommens<\/strong>. Zum Vergleich: Normalerweise liegen die Krankenkassenbeitr\u00e4ge bei 14,6 Prozent des Bruttogehaltes. S\u00e4umniszuschl\u00e4ge schlagen zus\u00e4tzlich mit einem Prozent zu Buche.<\/p>\n<p>In der <strong>PKV<\/strong>&nbsp;ist die <strong>Nachzahlungsh\u00f6he vom neuen Tarif abh\u00e4ngig<\/strong>. F\u00fcr die ersten sechs Monate ohne Krankenversicherung m\u00fcssen die Pr\u00e4mienzuschl\u00e4ge voll bezahlt werden. Jeder weitere Monat wird mit einem Sechstel des Pr\u00e4mienzuschlags berechnet.<\/p>\n<p>Die Schulden bei der Krankenkasse <strong>verj\u00e4hren<\/strong> vier Jahre nach Ablauf des Kalenderjahres, in dem sie entstanden sind. Hat die Krankenkasse eine Zwangsvollstreckung erwirkt, verl\u00e4ngert sich die Frist auf 30 Jahre. Aussitzen ist also keine Option. Die rechtliche Grundlage daf\u00fcr ist \u00a7 25 Sozialgesetzbuch Viertes Buch (SGB IV).<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wer sich nicht gesetzlich oder privat krankenversichert, begeht zwar keine Straftat, aber er muss mit hohen Beitragsnachzahlungen rechnen, sobald er wieder in eine Krankenversicherung eintritt. Es gibt allerdings M\u00f6glichkeiten, den wirtschaftlichen Schaden zu begrenzen. In allen Lebenslagen gut abgesichert \u2013 mit&nbsp;den Rechtsprofis von ADVOCARD. &gt;&gt; Keine Kran\u00adken\u00adver\u00adsi\u00adche\u00adrung: Ist das strafbar? 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