{"id":16712,"date":"2018-07-11T09:20:01","date_gmt":"2018-07-11T08:20:01","guid":{"rendered":"https:\/\/www.advocard.de\/streitlotse\/familie-und-vorsorge\/leben-und-familie\/elterngeld-muss-man-versteuern-stimmt-das\/"},"modified":"2018-07-11T13:04:49","modified_gmt":"2018-07-11T12:04:49","slug":"elterngeld-muss-man-versteuern-stimmt-das","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.advocard.de\/streitlotse\/familie-und-vorsorge\/leben-und-familie\/elterngeld-muss-man-versteuern-stimmt-das\/","title":{"rendered":"Eltern\u00adgeld muss man ver\u00adsteu\u00adern \u2013 stimmt das?"},"content":{"rendered":"<p>Muss man das Elterngeld versteuern? Nein. Das hei\u00dft allerdings nicht, dass die Steuerlast am Jahresende nicht trotzdem h\u00f6her ausf\u00e4llt&nbsp;als gewohnt. Wer sich rechtzeitig informiert, kann aber das Maximum aus dem Elterngeld rausholen und b\u00f6se \u00dcberraschungen vermeiden.<\/p>\n<p><a title=\"Rundum abgesichert mit ADVOCARD-360\u00b0-PRIVAT\" href=\"https:\/\/www.advocard.de\/360-grad\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Rechtlich immer auf der sicheren Seite \u2013 mit den Profis von ADVOCARD. &gt;&gt;<\/a><\/p>\n<h2>Hohes Einkommen, hohes Eltern\u00adgeld, hohe Steuer<\/h2>\n<p><a title=\"Elterngeld berechnen: Wie hoch f\u00e4llt es aus?\" href=\"https:\/\/www.advocard.de\/streitlotse\/arbeit-und-karriere\/elterngeld-berechnen-wie-hoch-faellt-es-aus\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Wie hoch das Elterngeld ausf\u00e4llt<\/a>, h\u00e4ngt von verschiedenen Faktoren ab:<\/p>\n<ul>\n<li>Bist du allein\u00ader\u00adzie\u00adhend oder hast du einen Partner bezie\u00adhungs\u00adwei\u00adse eine Partnerin?<\/li>\n<li>Wie teilt ihr gege\u00adbe\u00adnen\u00adfalls die Eltern\u00adzeit&nbsp;auf?<\/li>\n<li>Ent\u00adschei\u00addest du dich f\u00fcr Eltern\u00adgeld oder ElterngeldPlus?<\/li>\n<li>Wie viel hast du vorher verdient?<\/li>\n<li>Welche Steu\u00ader\u00adklas\u00adse hast&nbsp;du?<\/li>\n<\/ul>\n<p>Kurzum: Die Berechnung ist ganz sch\u00f6n kompliziert, l\u00e4sst sich aber zumindest auf eine Grundregel herunterbrechen: <strong>Je h\u00f6her das Nettoeinkommen vor der Geburt des Kindes, desto h\u00f6her das Elterngeld.&nbsp;<\/strong>&nbsp;Bei 1.800 Euro monatlich ist allerdings Schluss \u2013 mehr gibt es auch f\u00fcr Gutverdienende nicht.<\/p>\n<p>Ziel des&nbsp;Elterngelds ist es, den <a title=\"Berufs-Rechtsschutz von ADVOCARD\" href=\"https:\/\/www.advocard.de\/berufsrechtsschutz\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Verdienstausfall <\/a>abzufedern, der mit der Elternzeit einhergeht. Es ist \u2013 wie zum Beispiel auch das Kindergeld \u2013 eine&nbsp;&nbsp;sogenannte staatliche Transferleistung.&nbsp; Das hei\u00dft, der Staat verlangt f\u00fcr diese Zahlungen keine Gegenleistung. Deshalb&nbsp;sind solche Unterst\u00fctzungsleistungen wie das&nbsp;<strong>Elterngeld prinzipiell steuerfrei<\/strong>.<\/p>\n<p>Aber da ist leider noch der sogenannte <strong>Progressionsvorbehalt<\/strong>. Das bedeutet: Das Elterngeld wird<strong> auf das Gesamteinkommen der Familie angerechnet<\/strong>. Das kann dazu f\u00fchren, dass sich der Steuersatz erh\u00f6ht, denn schon ein paar Hundert Euro mehr im Jahr k\u00f6nnen den Steuersatz um&nbsp;mehrere Prozent ansteigen lassen. Elterngeld bringt selbst beim Mindestsatz von 300 Euro pro Monat satte 3.600 Euro pro Jahr \u2013 ein gro\u00dfer Sprung also.<\/p>\n<h2>R\u00fccklagen aus dem Eltern\u00adgeld bilden<\/h2>\n<p>Da du das Elterngeld selbst ja nicht versteuern musst, wird der neu ermittelte Steuersatz nur auf das Einkommen ohne das Elterngeld angewendet. Die <strong>Steuerlast steigt&nbsp;<\/strong>aber oft trotzdem \u2013 je nach zugrunde gelegtem Einkommen sogar deutlich. Bei einem Nettoeinkommen von 50.000 Euro j\u00e4hrlich kann ein Steuersatz von zwei Prozent mehr oder weniger einen Unterschied von 1.000 Euro machen.<\/p>\n<p>Damit dich die Steuererkl\u00e4rung nicht in finanzielle Schwierigkeiten bringt, solltest du deshalb \u00fcbers Jahr immer wieder <strong>Teile des Elterngelds zur Seite legen<\/strong>. So bist du finanziell ausreichend <a title=\"Der Privat-Rechtsschutz von ADVOCARD. Ihr kombinierter Basis-Rechtsschutz.\" href=\"https:\/\/www.advocard.de\/privatrechtsschutz\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">abgesichert<\/a>, wenn der n\u00e4chste Steuerbescheid ins Haus flattert.<\/p>\n<h2>Eltern\u00adgeld opti\u00admie\u00adren: Recht\u00adzei\u00adtig die Steu\u00ader\u00adklas\u00adse wechseln<\/h2>\n<p><a href=\"https:\/\/www.advocard.de\/privatrechtsschutz\/\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-9267 size-full\" title=\"Privat-Rechtsschutz von ADVOCARD\" src=\"https:\/\/www.advocard.de\/streitlotse\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/Vererben_Vorsorgen_A.png\" alt=\"Rechtsschutz\" width=\"313\" height=\"198\" srcset=\"https:\/\/www.advocard.de\/streitlotse\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/Vererben_Vorsorgen_A.png 313w, https:\/\/www.advocard.de\/streitlotse\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/Vererben_Vorsorgen_A-300x190.png 300w\" sizes=\"(max-width: 313px) 100vw, 313px\"><\/a><\/p>\n<p>Auch wenn das steuerfreie Elterngeld den Steuersatz f\u00fcr das steuerpflichtige Einkommen erh\u00f6ht: Der Bonus wiegt die zus\u00e4tzlichen Belastungen mehr als auf. Deshalb lohnt es sich durchaus, rechtzeitig dar\u00fcber nachzudenken, wie du die <strong>maximale H\u00f6he an staatlicher Unterst\u00fctzung herausholen<\/strong> kannst.<\/p>\n<p>Doch wie genau geht das? F\u00fcr Ehepaare recht einfach und v\u00f6llig legal: durch einen <strong>Wechsel der Steuerklasse<\/strong>. Bei verheirateten Paaren mit gro\u00dfen Einkommensunterschieden wird die Steuer in&nbsp;meist nach dem <a title=\"Ehegattensplitting: Wann gilt die Zusammenveranlagung?\" href=\"https:\/\/www.advocard.de\/streitlotse\/familie-und-vorsorge\/leben-und-familie\/ehegattensplitting-wann-gilt-die-zusammenveranlagung\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Splittingtarif <\/a>berechnet. Das hei\u00dft, der Geringverdiener muss prozentual mehr abgeben (Steuerklasse V) als der Gutverdiener (Steuerklasse III). In der Praxis l\u00e4uft es meist so, dass nach der Geburt des Kindes der Partner zu Hause bleibt, der weniger verdient \u2013 und h\u00f6her besteuert wird.&nbsp;Da das Elterngeld anhand des Nettoeinkommens vor der Geburt berechnet wird, <strong>dr\u00fccken die&nbsp;hohen Steuerabz\u00fcge <\/strong>die H\u00f6he der Zahlungen.<\/p>\n<p>Wenn du aber rechtzeitig die Steuerklasse wechselst, bleibt dir mehr Netto vom Brutto und du bekommst dann 12 bis 14 Monate lang ein deutlich h\u00f6heres Elterngeld. In der Regel lohnt sich das, weil das Plus beim Elterngeld den steuerlichen Nachteil in der Zeit davor weit \u00fcbersteigt. Rechtzeitig wechseln hei\u00dft in diesem Fall:<\/p>\n<ul>\n<li><strong>M\u00fctter<\/strong> sp\u00e4\u00adtes\u00adtens sieben Monate vor Beginn des Mutterschutzes<\/li>\n<li><strong>V\u00e4ter<\/strong> sp\u00e4\u00adtes\u00adtens sieben Monate vor der Geburt<\/li>\n<\/ul>\n<p>Es kann allerdings sein, dass das Finanzamt den Wechsel der Steuerklasse ablehnt. Denn du musst <strong>begr\u00fcnden<\/strong>, dass ein Wechsel f\u00fcr dich insgesamt steuerlich sinnvoll ist. Wer ganz offensichtlich nur f\u00fcrs Elterngeld die Steuerklasse \u00e4ndern lassen will, wird voraussichtlich vom Finanzamt eine Ablehnung kassieren.<\/p>\n<h2>Zuver\u00addienst wird angerechnet<\/h2>\n<p>Wer&nbsp;auch in der Elternzeit gerne arbeiten m\u00f6chte, darf das&nbsp;tun. Die <strong>finanzielle Situation<\/strong> verbessert sich dadurch allerdings nicht unbedingt. Denn der Verdienst&nbsp;wird aufs Elterngeld angerechnet. Das&nbsp;steuerfreie<strong>&nbsp;<\/strong>Elterngeld f\u00e4llt also geringer aus, w\u00e4hrend du die Einnahmen aus deinem Job gegebenenfalls sogar versteuern musst.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Muss man das Elterngeld versteuern? Nein. Das hei\u00dft allerdings nicht, dass die Steuerlast am Jahresende nicht trotzdem h\u00f6her ausf\u00e4llt&nbsp;als gewohnt. 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Rechtlich immer auf der sicheren Seite \u2013 mit den Profis von ADVOCARD. &gt;&gt; Hohes Einkommen, hohes Eltern\u00adgeld, hohe Steuer [\u2026]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"wp_typography_post_enhancements_disabled":false,"footnotes":""},"categories":[80,78],"tags":[],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.advocard.de\/streitlotse\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/16712"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.advocard.de\/streitlotse\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.advocard.de\/streitlotse\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.advocard.de\/streitlotse\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.advocard.de\/streitlotse\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=16712"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.advocard.de\/streitlotse\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/16712\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":16725,"href":"https:\/\/www.advocard.de\/streitlotse\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/16712\/revisions\/16725"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.advocard.de\/streitlotse\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=16712"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.advocard.de\/streitlotse\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=16712"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.advocard.de\/streitlotse\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=16712"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}