{"id":15488,"date":"2017-11-15T16:48:01","date_gmt":"2017-11-15T15:48:01","guid":{"rendered":"https:\/\/www.advocard.de\/streitlotse\/internet-und-konsum\/verbraucherrecht\/ausgerutscht-schmerzensgeld-nach-sturz-im-supermarkt\/"},"modified":"2017-11-15T18:05:53","modified_gmt":"2017-11-15T17:05:53","slug":"ausgerutscht-schmerzensgeld-nach-sturz-im-supermarkt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.advocard.de\/streitlotse\/internet-und-konsum\/verbraucherrecht\/ausgerutscht-schmerzensgeld-nach-sturz-im-supermarkt\/","title":{"rendered":"Aus\u00adge\u00adrutscht: Schmer\u00adzens\u00adgeld nach Sturz im Supermarkt?"},"content":{"rendered":"<p>Ein Kunde, der im Supermarkt ausgerutscht ist, hat nur unter bestimmten Bedingungen <a title=\"Warum Rechtsschutz?\" href=\"https:\/\/www.advocard.de\/rechtsschutzversicherung\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Anspruch<\/a> auf Schmerzensgeld. Das zeigt ein Urteil des Amtsgerichts Augsburg: Voraussetzung ist, dass das Gesch\u00e4ft seine Verkehrssicherungspflicht verletzt hat.<\/p>\n<p><a title=\"Rundum abgesichert mit dem 360\u00b0-Rechtsschutz\" href=\"https:\/\/www.advocard.de\/360-grad\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Wir verhelfen Ihnen zu Ihrem Recht. &gt;&gt;<\/a><\/p>\n<h2>Super\u00admarkt muss f\u00fcr Sicher\u00adheit sorgen<\/h2>\n<p>Grunds\u00e4tzlich muss ein Supermarkt <a title=\"Privat-Rechtsschutz\" href=\"https:\/\/www.advocard.de\/privatrechtsschutz\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">sicherstellen<\/a>, dass die Kunden gefahrlos einkaufen k\u00f6nnen. Unsichere Stellen wie ausgelaufene Fl\u00fcssigkeiten sind deshalb schnell zu beseitigen. Allerdings kann ein Supermarktbetreiber nicht in jedem einzelnen Moment alle Stellen kontrollieren. Deshalb wird im Einzelfall beurteilt, ob die Verkehrssicherungspflicht verletzt wurde. Ist das der Fall, besteht Anspruch auf Schmerzensgeld und Schadenersatz, zum Beispiel f\u00fcr bei dem Sturz besch\u00e4digte Gegenst\u00e4nde. Allerdings kann der Kunde seinen Sturz auch selbst (mit-) verschuldet haben. Dann verringern sich seine Anspr\u00fcche oder sie entfallen ganz.<\/p>\n<p>Ein Kunde, der im <a title=\"Taschen\u00adkon\u00adtrolle im Super\u00admarkt, Ware \u00f6ffnen und Co. \u2013 was ist beim Einkauf erlaubt?\" href=\"https:\/\/www.advocard.de\/streitlotse\/internet-und-konsum\/taschenkontrolle-im-supermarkt-ware-oeffnen-und-co-was-ist-beim-einkauf-erlaubt\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Supermarkt<\/a> ausgerutscht ist, sollte also am besten direkt Beweise sichern. Das k\u00f6nnen zum Beispiel Fotos von der Gefahrenstelle sein. Auch eventuelle Zeugen sollten Sie ansprechen und sich ihre Kontaktdaten geben lassen. Au\u00dferdem kann eine \u00e4rztliche Bescheinigung sp\u00e4ter als Beweismittel dienen. Sinnvoll ist es, m\u00f6glichst zeitnah nach dem Sturz den Unfallhergang genau aufzuschreiben. Ein <a title=\"Anwaltssuche\" href=\"https:\/\/www.advocard.de\/service\/allgemeine-serviceleistungen\/anwaltssuche\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Anwalt<\/a> kann Sie zu Ihren Rechten beraten und einsch\u00e4tzen, ob eine Klage aussichtsreich ist.<\/p>\n<h2>Aus\u00adge\u00adrutscht im Super\u00admarkt: Kein Schmerzensgeld<\/h2>\n<p><a href=\"https:\/\/www.advocard.de\/privatrechtsschutz\/\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-9267 size-full\" title=\"Privat-Rechtsschutz von ADVOCARD\" src=\"https:\/\/www.advocard.de\/streitlotse\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/Vererben_Vorsorgen_A.png\" alt=\"Rechtsschutz\" width=\"313\" height=\"198\" srcset=\"https:\/\/www.advocard.de\/streitlotse\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/Vererben_Vorsorgen_A.png 313w, https:\/\/www.advocard.de\/streitlotse\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/Vererben_Vorsorgen_A-300x190.png 300w\" sizes=\"(max-width: 313px) 100vw, 313px\"><\/a><\/p>\n<p>In einem vor dem Amtsgericht Augsburg verhandelten Fall forderte ein Mann Schmerzensgeld von einem Supermarkt. Er war beim Einkaufen auf einer gr\u00f6\u00dferen \u00d6llache <a title=\"Gl\u00e4tte\u00adunfall auf dem Gehweg: Beweislast und Schmer\u00adzensgeld\" href=\"https:\/\/www.advocard.de\/streitlotse\/internet-und-konsum\/glaetteunfall-auf-dem-gehweg-beweislast-und-schmerzensgeld\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">ausgerutscht<\/a> und hatte sich an Knie und H\u00fcfte verletzt. Nach eigenen Angaben hatte er dadurch anhaltende Schmerzen und verlangte deshalb 3.500 Euro sowie den Ersatz von Sch\u00e4den, die ihm zuk\u00fcnftig durch den Sturz entstehen k\u00f6nnten. Er war der Ansicht, dass das Personal die gef\u00e4hrliche Stelle nicht gen\u00fcgend abgesichert habe. Das Gericht wies die Klage aber ab, weil es die Verkehrssicherungspflicht ausreichend erf\u00fcllt sah: Die Verk\u00e4uferinnen hatten die \u00d6llache mit Salz bestreut und ein gelbes Schild aufgestellt, das vor der Rutschgefahr warnte. Damit sei die Stelle ausreichend abgesichert gewesen. Von einem Kunden k\u00f6nne erwartet werden, dass er sich aufmerksam verhalte und auf Warnschilder achte (AZ&nbsp;74 C 831\/16).<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein Kunde, der im Supermarkt ausgerutscht ist, hat nur unter bestimmten Bedingungen Anspruch auf Schmerzensgeld. Das zeigt ein Urteil des Amtsgerichts Augsburg: Voraussetzung ist, dass das Gesch\u00e4ft seine Verkehrssicherungspflicht verletzt hat. Wir verhelfen Ihnen zu Ihrem Recht. &gt;&gt; Super\u00admarkt muss f\u00fcr Sicher\u00adheit sorgen Grunds\u00e4tzlich muss ein Supermarkt sicherstellen, dass die Kunden gefahrlos einkaufen k\u00f6nnen. 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