{"id":14740,"date":"2017-08-18T16:40:01","date_gmt":"2017-08-18T15:40:01","guid":{"rendered":"https:\/\/www.advocard.de\/streitlotse\/internet-und-konsum\/verbraucherrecht\/tan-verfahren-keine-erstattung-bei-datenweitergabe\/"},"modified":"2017-08-21T07:27:40","modified_gmt":"2017-08-21T06:27:40","slug":"tan-verfahren-keine-erstattung-bei-datenweitergabe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.advocard.de\/streitlotse\/internet-und-konsum\/verbraucherrecht\/tan-verfahren-keine-erstattung-bei-datenweitergabe\/","title":{"rendered":"TAN-Verfahren: Keine Erstat\u00adtung bei Datenweitergabe"},"content":{"rendered":"<p>Mit dem TAN-Verfahren wird sichergestellt, dass nur der Kontoinhaber und andere berechtigte Personen Online-Banking-Transaktionen vornehmen k\u00f6nnen. Mit geschickten Phishing-Methoden schaffen es Betr\u00fcger manchmal trotzdem, an die Sicherheitscodes zu kommen, mit denen zum Beispiel \u00dcberweisungen autorisiert werden. Seien Sie daher stets skeptisch, wenn es um Ihre pers\u00f6nlichen Daten geht. Das ist der <a title=\"Privat-Rechtsschutz von ADVOCARD\" href=\"https:\/\/www.advocard.de\/privatrechtsschutz\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">sicherste<\/a> Weg, um Betrug zu vermeiden.<\/p>\n<p><a title=\"Rundum abgesichert mit ADVOCARD-360\u00b0-PRIVAT\" href=\"https:\/\/www.advocard.de\/360-grad\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Auch online immer&nbsp;auf der sicheren Seite. &gt;&gt;<\/a><\/p>\n<h2>Phishing-Betrug ist h\u00e4ufig gut getarnt<\/h2>\n<p>Je nachdem wie viel M\u00fche sich die Betr\u00fcger gemacht haben, sind fingierte E-Mails oder gef\u00e4lschte Webseiten kaum von den Originalen zu unterscheiden. Manchmal ist die Abweichung nur eine leicht ver\u00e4nderte Schreibweise in der URL oder E-Mail-Adresse, die auf den ersten Blick nicht auff\u00e4llt. Geben Sie auf einer solchen Seite Ihre Kontodaten und eine TAN ein, bietet auch das TAN-Verfahren keine Sicherheit mehr, denn dann haben Sie wom\u00f6glich eine Zahlung autorisiert, ohne es zu merken. Kriminelle versuchen allerdings nicht nur, mittels gef\u00e4lschter Webseiten TAN-Nummern zu erbeuten.<\/p>\n<h2>TAN-Phishing am Telefon<\/h2>\n<p>Das Amtsgericht M\u00fcnchen <a title=\"Anwaltssuche bei ADVOCARD\" href=\"https:\/\/www.advocard.de\/service\/allgemeine-serviceleistungen\/anwaltssuche\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">verhandelte<\/a>&nbsp;k\u00fcrzlich einen Fall, in dem eine Frau leichtfertig einen TAN-Code per Telefon weitergab: Die Dame erhielt eine Phishing-E-Mail, in der behauptet wurde, ihr Zugang zum <a title=\"Phishing: Wer haftet nach Betrug beim Online-Banking?\" href=\"https:\/\/www.advocard.de\/streitlotse\/internet-und-konsum\/phishing-wer-haftet-nach-betrug-beim-online-banking\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Online-Banking<\/a>&nbsp;w\u00fcrde demn\u00e4chst ablaufen. Um dies&nbsp;zu verhindern, solle sie auf einer verlinkten Webseite Namen, Kontodaten und Telefonnummer angeben.<\/p>\n<p>Sie folgte den Anweisungen. Einige Tage sp\u00e4ter erhielt die Frau einen Anruf von einer vermeintlichen Mitarbeiterin ihrer Bank und wurde gebeten, sich Ziffernfolgen zu notieren. Diese sollte sie mit Zahlen aus einer SMS vergleichen, die ihr sogleich zugesendet werden w\u00fcrde. Es handelte bei der Textnachricht um eine <a title=\"smsTAN beim Online\u00adbanking: Pauschale Geb\u00fchr unzul\u00e4ssig\" href=\"https:\/\/www.advocard.de\/streitlotse\/internet-und-konsum\/smstan-beim-onlinebanking-pauschale-gebuehr-unzulaessig\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">SMS aus dem TAN-Verfahren<\/a> der Bank mit folgendem Inhalt: \"Die mobile TAN f\u00fcr Ihre \u00dcberweisung von 4.444,44 EUR auf das Konto [xxx]&nbsp;mit BIC [xxx]&nbsp;lautet: 253844.\"<\/p>\n<p>Die Bankkundin folgte den Anweisungen der vorgeblichen Bankmitarbeiterin am Telefon und nannte der Anruferin die letzte Ziffernfolge der SMS, also die TAN. Sie autorisierte damit eine \u00dcberweisung von 4.444,44 Euro von ihrem Konto. Eine knappe Woche sp\u00e4ter lie\u00df sie das Konto sperren und erstatte Strafanzeige gegen Unbekannt. Nachdem die Bank sich weigerte, die Summe zu ersetzen, erhob die Kundin&nbsp;<a title=\"ADVOCARD Prozess\u00adkosten\u00adrechner\" href=\"https:\/\/www.advocard.de\/prozesskostenrechner\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Klage<\/a>&nbsp;gegen&nbsp;das Kreditinstitut.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.advocard.de\/privatrechtsschutz\/\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-9264 size-full\" title=\"Privat-Rechtsschutz von ADVOCARD\" src=\"https:\/\/www.advocard.de\/streitlotse\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/Internet_Konsum_A.png\" alt width=\"313\" height=\"198\" srcset=\"https:\/\/www.advocard.de\/streitlotse\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/Internet_Konsum_A.png 313w, https:\/\/www.advocard.de\/streitlotse\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/Internet_Konsum_A-300x190.png 300w\" sizes=\"(max-width: 313px) 100vw, 313px\"><\/a><\/p>\n<h2>Keine Haftung der Bank bei Fahrl\u00e4ssigkeit<\/h2>\n<p>Diese wies das M\u00fcnchener Amtsgericht jedoch ab. Jede&nbsp;SMS, die im Rahmen eines TAN-Verfahrens versendet wird, enth\u00e4lt neben der TAN-Nummer selbst auch einen Hinweis, f\u00fcr welche Transaktion diese verwendet wird. In diesem Fall also f\u00fcr eine \u00dcberweisung in H\u00f6he von 4.444,44 Euro. Die Frau h\u00e4tte also erkennen k\u00f6nnen, dass es sich um einen Betrug handele. Dass sie die TAN-Nummer dennoch am Telefon durchgab, bewertete das Gericht als grob fahrl\u00e4ssig. Die Bank muss die Summe daher nicht ersetzen (AZ 132 C 49\/15).<\/p>\n<p>Grunds\u00e4tzlich gilt: Geben Sie TAN-Nummern niemals weiter. Mitarbeiter Ihrer Bank werden Sie niemals auffordern, Ihnen eine TAN mitzuteilen. Weder telefonisch noch per E-Mail.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit dem TAN-Verfahren wird sichergestellt, dass nur der Kontoinhaber und andere berechtigte Personen Online-Banking-Transaktionen vornehmen k\u00f6nnen. 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Das ist der sicherste Weg, um Betrug [\u2026]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"wp_typography_post_enhancements_disabled":false,"footnotes":""},"categories":[28],"tags":[],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.advocard.de\/streitlotse\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14740"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.advocard.de\/streitlotse\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.advocard.de\/streitlotse\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.advocard.de\/streitlotse\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.advocard.de\/streitlotse\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=14740"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.advocard.de\/streitlotse\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14740\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":14746,"href":"https:\/\/www.advocard.de\/streitlotse\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14740\/revisions\/14746"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.advocard.de\/streitlotse\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=14740"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.advocard.de\/streitlotse\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=14740"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.advocard.de\/streitlotse\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=14740"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}