{"id":14347,"date":"2017-07-05T14:02:01","date_gmt":"2017-07-05T13:02:01","guid":{"rendered":"https:\/\/www.advocard.de\/streitlotse\/mieten-und-wohnen\/tierhalteverbot-artgerechte-tierhaltung-muss-gesichert-sein\/"},"modified":"2017-07-05T15:01:32","modified_gmt":"2017-07-05T14:01:32","slug":"tierhalteverbot-artgerechte-tierhaltung-muss-gesichert-sein","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.advocard.de\/streitlotse\/mieten-und-wohnen\/tierhalteverbot-artgerechte-tierhaltung-muss-gesichert-sein\/","title":{"rendered":"Tier\u00adhal\u00adte\u00adver\u00adbot: Art\u00adge\u00adrech\u00adte Tier\u00adhal\u00adtung muss gesichert sein"},"content":{"rendered":"<p>Wer wiederholt gegen die artgerechte Tierhaltung handelt, die in \u00a7 2 Tierschutzgesetz (TierSchG) <a title=\"ADVOCARD-Rechtsschutz\u00adversicherung: sinnvoll und hilfreich!\" href=\"https:\/\/www.advocard.de\/info\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">vorgeschrieben<\/a>&nbsp;ist, kann mit einem Tierhalteverbot belegt werden (\u00a7 20 TierSchG). Dar\u00fcber hinaus drohen bei Verst\u00f6\u00dfen gegen das Tierwohl Bu\u00dfgelder von bis zu 25.000 Euro, Geldstrafen oder bis zu drei Jahre Haft (\u00a7 17 TierSchG).<\/p>\n<p><a title=\"Rundum abgesichert mit ADVOCARD-360\u00b0-PRIVAT\" href=\"https:\/\/www.advocard.de\/360-grad\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Wir beraten Sie zu Rechtsfragen in allen Lebenslagen. &gt;&gt;<\/a><\/p>\n<h2>Wann wird ein Tier\u00adhal\u00adte\u00adver\u00adbot verh\u00e4ngt?<\/h2>\n<p>Artgerechte Tierhaltung ist die Grundbedingung, um f\u00fchlende Lebewesen betreuen zu d\u00fcrfen. Wenn diese Bedingung nicht erf\u00fcllt wird, kann der zust\u00e4ndige Landkreis Bu\u00dfgelder und Auflagen verh\u00e4ngen, um das Tierwohl zu gew\u00e4hrleisten. Kommen die Halter diesen Auflagen nicht nach und betreiben weiterhin keine artgerechte Tierhaltung, kann ein Tierhalteverbot ausgesprochen werden.<\/p>\n<p>Einen solchen Fall verhandelte k\u00fcrzlich das Verwaltungsgericht Koblenz: Nach einer Hausdurchsuchung zogen die Veterin\u00e4rbeamten zehn Hunde und 55 <a title=\"Katze zugelaufen: Das Fundtier unbedingt melden\" href=\"https:\/\/www.advocard.de\/streitlotse\/arbeit-und-karriere\/katze-zugelaufen-das-fundtier-unbedingt-melden\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Katzen<\/a> ein, die sich durchweg in einem verwahrlosten Zustand befanden. Auch ein verhungertes Tier wurde gefunden. Da die Halter offensichtlich nicht in der Lage waren, die Tiere angemessen zu versorgen, wurde ein Tierhalteverbot ausgesprochen. Die Kl\u00e4ger erkannten kein Fehlverhalten ihrerseits und <a title=\"ADVOCARD Prozess\u00adkosten\u00adrechner\" href=\"https:\/\/www.advocard.de\/prozesskostenrechner\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">klagten<\/a> gegen das Verbot \u2013 vergeblich. F\u00fcr das Gericht war die Situation klar: Die Kl\u00e4ger h\u00e4tten den Tierhaltebestimmungen wiederholt und grob zuwidergehandelt und es sei zu erwarten, dass sie dies auch in Zukunft tun w\u00fcrden, da sie trotz Tierhalteverbot in der Zwischenzeit erneut <a title=\"Alles zum Thema Haustiere\" href=\"https:\/\/www.advocard.de\/streitlotse\/kategorie\/mieten-und-wohnen\/hausordnung\/haustiere\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Tiere<\/a> aufgenommen hatten. Das Verbot bleibt nach dem Urteil also bestehen (AZ 2 K 187\/17).<\/p>\n<h2>Wo und wie lange gilt ein Tierhalte- und Betreuungsverbot?<\/h2>\n<p>Wurde das Tierhalteverbot auf Grundlage einer regionalen <a title=\"Privat-Rechtsschutz von ADVOCARD\" href=\"https:\/\/www.advocard.de\/privatrechtsschutz\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Verordnung<\/a> verh\u00e4ngt, kann es ein auf die Region beschr\u00e4nktes Verbot sein. Meist jedoch sind das Strafgesetzbuch (\u00a7 13 StGB: Begehen durch Unterlassen) sowie das Tierschutzgesetz die Grundlage. Dann gilt das Tierhalteverbot bundesweit.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.advocard.de\/privatrechtsschutz\/\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-9267 size-full\" title=\"Privat-Rechtsschutz von ADVOCARD\" src=\"https:\/\/www.advocard.de\/streitlotse\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/Vererben_Vorsorgen_A.png\" alt=\"Rechtsschutz\" width=\"313\" height=\"198\" srcset=\"https:\/\/www.advocard.de\/streitlotse\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/Vererben_Vorsorgen_A.png 313w, https:\/\/www.advocard.de\/streitlotse\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/Vererben_Vorsorgen_A-300x190.png 300w\" sizes=\"(max-width: 313px) 100vw, 313px\"><\/a><\/p>\n<p>Das Halte- und Betreuungsverbot kann f\u00fcr ein Jahr, f\u00fcnf Jahre oder dauerhaft verh\u00e4ngt werden(\u00a7 20 TierSchG). Mittels \u00a7 20a TierSchG kann ein vor\u00fcbergehendes Verbot sehr schnell und noch vor der eigentlichen Verhandlung erwirkt werden, um das Tierwohl zu sch\u00fctzen.<\/p>\n<h2>F\u00fcr welche Tiere gilt das Tierhalteverbot?<\/h2>\n<p>Da die artgerechte Tierhaltung der Dreh- und Angelpunkt ist, reicht mitunter ein Verbot, das sich auf bestimmte Arten bezieht, zum Beispiel Pferde. Aber auch ein absolutes Verbot ist m\u00f6glich, wenn das Gericht das Tierwohl generell gef\u00e4hrdet sieht \u2013 zum Beispiel aufgrund mangelnder geistiger F\u00e4higkeiten des Halters.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wer wiederholt gegen die artgerechte Tierhaltung handelt, die in \u00a7 2 Tierschutzgesetz (TierSchG) vorgeschrieben&nbsp;ist, kann mit einem Tierhalteverbot belegt werden (\u00a7 20 TierSchG). Dar\u00fcber hinaus drohen bei Verst\u00f6\u00dfen gegen das Tierwohl Bu\u00dfgelder von bis zu 25.000 Euro, Geldstrafen oder bis zu drei Jahre Haft (\u00a7 17 TierSchG). Wir beraten Sie zu Rechtsfragen in allen Lebenslagen. 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