{"id":11648,"date":"2021-02-10T12:00:01","date_gmt":"2021-02-10T11:00:01","guid":{"rendered":"https:\/\/www.advocard.de\/streitlotse\/mieten-und-wohnen\/maklerprovision-bei-kauf-wer-zahlt-den-makler\/"},"modified":"2021-02-10T15:59:39","modified_gmt":"2021-02-10T14:59:39","slug":"maklerprovision-bei-kauf-wer-zahlt-den-makler","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.advocard.de\/streitlotse\/mieten-und-wohnen\/maklerprovision-bei-kauf-wer-zahlt-den-makler\/","title":{"rendered":"Mak\u00adler\u00adge\u00adb\u00fch\u00adren bei Hauskauf: Wer zahlt die Provision?"},"content":{"rendered":"<p>Die Maklergeb\u00fchren machen beim Immobilienkauf h\u00e4ufig eine betr\u00e4chtliche Summe aus. Viele K\u00e4ufer und Verk\u00e4ufer fragen sich: Wer zahlt den Makler? Im Dezember 2020 gab es dazu eine gesetzliche Neuregelung, die K\u00e4ufer entlasten soll. Alles zur \u00c4nderung beim Thema Maklerprovision erf\u00e4hrst du hier.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.advocard.de\/360-grad\/\">Mit unserem Rechtsschutz bist du in allen Lebenslagen abgesichert. &gt;&gt;<\/a><\/p>\n<h2>Wer zahlt die Mak\u00adler\u00adge\u00adb\u00fch\u00adren? Gesetz regelt Auf\u00adtei\u00adlung zwischen K\u00e4ufer und Verk\u00e4ufer<\/h2>\n<p>Bei Vermietungen gilt seit 2015 das <strong>Bestellerprinzip<\/strong>: wer den Makler beauftragt hat, zahlt auch die Courtage. Immobilienk\u00e4ufer hingegen mussten h\u00e4ufig die Maklerkosten allein zahlen, auch wenn der Verk\u00e4ufer den Makler beauftragt hatte. Die Courtage wurde dann den \u00fcbrigen <a href=\"https:\/\/www.advocard.de\/streitlotse\/mieten-und-wohnen\/hauskauf-und-verkauf\/notarkosten-beim-hauskauf-womit-sie-rechnen-muessen\/\">Kaufnebenkosten<\/a> zugerechnet.<\/p>\n<p>Das ist seit Dezember 2020 vorbei: Ein Gesetz regelt seitdem genau, wie die Maklerkosten beim privaten Wohnungs- oder Hauskauf aufzuteilen sind. Das <em>\u201cGesetz \u00fcber die Verteilung der Maklerkosten bei der Vermittlung von Kaufvertr\u00e4gen \u00fcber Wohnungen und Einfamilienh\u00e4user\u201d<\/em> sieht vor, dass der <strong>K\u00e4ufer maximal die H\u00e4lfte der Maklerprovision zu zahlen hat, wenn der Verk\u00e4ufer den Makler beauftragt hat<\/strong>.<\/p>\n<p>Dies gilt allerdings nur, wenn der K\u00e4ufer als <strong>Verbraucher<\/strong> handelt, also zum Beispiel <a href=\"https:\/\/www.advocard.de\/streitlotse\/mieten-und-wohnen\/weg-reform-2020-das-ist-neu-fuer-eigentuemer\/\">eine Wohnung oder ein Einfamilienhaus erwirbt<\/a>, um selbst darin zu wohnen. Im Rahmen eines gewerblichen Immobilienkaufes greifen die neuen gesetzlichen Vorgaben nicht und die Verteilung der Courtage kann wie bisher frei vereinbart werden.<a href=\"https:\/\/www.advocard.de\/info\/miete\/\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright wp-image-21292 size-full\" src=\"https:\/\/www.advocard.de\/streitlotse\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/201019_Advocard_Teaser_Miete.jpg\" alt width=\"300\" height=\"190\"><\/a><\/p>\n<h2>So kann die Mak\u00adler\u00adge\u00adb\u00fchr zwischen K\u00e4ufer und Verk\u00e4ufer auf\u00adge\u00adteilt werden<\/h2>\n<p><strong>Ist der Verk\u00e4ufer der Auftraggeber<\/strong> des Maklers, dann gibt es zwei M\u00f6glichkeiten:<\/p>\n<ul>\n<li>Der Verk\u00e4ufer zahlt die Mak\u00adler\u00adge\u00adb\u00fch\u00adren allein.<\/li>\n<li>K\u00e4ufer und Verk\u00e4ufer zahlen anteilig die Mak\u00adler\u00adpro\u00advi\u00adsi\u00adon, wobei der K\u00e4ufer maximal die H\u00e4lfte zahlt. Der K\u00e4ufer muss seinen Anteil an den Makler erst dann zahlen, wenn auch der Verk\u00e4ufer als Auf\u00adtrag\u00adge\u00adber seinen Teil bezahlt hat.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die Aufteilung der Maklergeb\u00fchr sollte bereits vor Vertragsabschluss klar geregelt sein, um <a href=\"https:\/\/www.advocard.de\/rechtsschutzversicherung\/\">sp\u00e4tere Streitigkeiten zu vermeiden<\/a>.<\/p>\n<p><strong>Hat der K\u00e4ufer den Makler beauftragt<\/strong>, eine passende Immobilie f\u00fcr ihn zu finden, dann muss er bei Erfolg die Maklergeb\u00fchren prinzipiell in voller H\u00f6he selbst zahlen \u2013 vorausgesetzt, die Immobilie befand sich nicht von vornherein schon im Portfolio des Maklers, weil er vor der K\u00e4ufer-Anfrage schon einen entsprechenden Auftrag des Verk\u00e4ufers erhalten hatte.<\/p>\n<p><strong>Hat der Makler mit dem Verk\u00e4ufer und dem K\u00e4ufer jeweils einzelne Vertr\u00e4ge abgeschlossen<\/strong>, kann er beide jeweils nur mit demselben Betrag f\u00fcr seine Leistungen zur Kasse bitten. Und wenn der Makler in diesem Fall mit einem der beiden vereinbart hat, f\u00fcr ihn unentgeltlich zu arbeiten, kann er auch vom anderen keine Geb\u00fchr verlangen.<\/p>\n<p>Alle Vorschriften im Rahmen der gesetzlichen Neuregelung bei den Maklergeb\u00fchren sind in \u00a7\u00a7 656a ff. B\u00fcrgerliches Gesetzbuch (BGB) nachzulesen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-11650 size-large\" title=\"\u00a9Fotolia\/WavebreakmediaMicro\" src=\"https:\/\/www.advocard.de\/streitlotse\/wp-content\/uploads\/2016\/08\/maklerprovision-bei-kauf-wer-zahlt-den-makler-8139-1024x472.jpg\" alt=\"Maklergeb\u00fchren bei Hauskauf: Wer zahlt die Provision?\" width=\"1024\" height=\"472\"><\/p>\n<h2>Mak\u00adler\u00adver\u00adtrag: Textform ist bei Immo\u00adbi\u00adli\u00aden\u00adkauf Pflicht<\/h2>\n<p>Es gelten einige Voraussetzungen, die erf\u00fcllt sein m\u00fcssen, damit die Provision \u00fcberhaupt gezahlt werden muss. Daf\u00fcr muss zum einen ein <strong>wirksamer Maklervertrag<\/strong> abgeschlossen worden sein.<\/p>\n<p>Seit Dezember 2020 bedarf ein Maklervertrag beim Verkauf <a href=\"https:\/\/www.advocard.de\/wohnungsrechtsschutz\/\">einer Wohnung oder eines Einfamilienhauses<\/a> der <strong>Textform<\/strong>. Das hei\u00dft: Er muss schriftlich aufgesetzt werden, eine Absprache oder ein Handschlag sind nicht mehr ausreichend. Um die Textform zu wahren, reicht allerdings auch eine E-Mail aus. Eine handschriftliche Unterschrift ist nicht zwingend erforderlich.<\/p>\n<p>Au\u00dferdem muss der Makler<strong> durch seine Vermittlungst\u00e4tigkeit einen g\u00fcltigen Kaufvertrag erreicht<\/strong> haben. Wenn K\u00e4ufer und Verk\u00e4ufer sich zum Beispiel bereits vorher einig wurden und die Dienste des Maklers nicht in Anspruch genommen haben, ist in der Regel auch keine Provision zu zahlen.<\/p>\n<h2>Wie hoch darf die Mak\u00adler\u00adge\u00adb\u00fchr&nbsp;sein?<\/h2>\n<p>Die H\u00f6he der Maklergeb\u00fchr ist bei einem Immobilienkauf nach wie vor <strong>Verhandlungssache<\/strong>. Eine gesetzliche Deckelung gibt es nicht. Die Courtage lag laut einem Bericht von \u201ctagesschau.de\u201d zum Jahresbeginn 2021 in Deutschland bei durchschnittlich etwas mehr als 7 Prozent des Kaufpreises. Im Einzelfall gilt jedoch: Die Marktlage bestimmt den Preis. Als Orientierung k\u00f6nnen Tabellen mit regional markt\u00fcblichen Provisionen und Aufteilungen dienen.<\/p>\n<div class=\"fazitbox\">\n<div class=\"fazitbox-titel\">Fazit<\/div>\n<div>\n<ul>\n<li>Seit Dezember 2020 gilt bei einem Immo\u00adbi\u00adli\u00aden\u00adver\u00adkauf: Der Auf\u00adtrag\u00adge\u00adber des Maklers \u2013 in den meisten F\u00e4llen ist das der Verk\u00e4ufer \u2013 zahlt min\u00addes\u00adtens 50 Prozent der Maklergeb\u00fchr.<\/li>\n<li>Seitdem ist bei einem Mak\u00adler\u00adver\u00adtrag im Rahmen eines Hauskaufs au\u00dferdem die Textform Pflicht. Ver\u00adein\u00adba\u00adrun\u00adgen \u201cper Hand\u00adschlag\u201d sind nicht mehr zul\u00e4ssig.<\/li>\n<li>Die H\u00f6he der Mak\u00adler\u00adpro\u00advi\u00adsi\u00adon ist gesetz\u00adlich nach wie vor nicht gedeckelt und daher frei verhandelbar.<\/li>\n<\/ul>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Maklergeb\u00fchren machen beim Immobilienkauf h\u00e4ufig eine betr\u00e4chtliche Summe aus. Viele K\u00e4ufer und Verk\u00e4ufer fragen sich: Wer zahlt den Makler? Im Dezember 2020 gab es dazu eine gesetzliche Neuregelung, die K\u00e4ufer entlasten soll. Alles zur \u00c4nderung beim Thema Maklerprovision erf\u00e4hrst du hier. Mit unserem Rechtsschutz bist du in allen Lebenslagen abgesichert. &gt;&gt; Wer zahlt die [\u2026]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"wp_typography_post_enhancements_disabled":false,"footnotes":""},"categories":[12,2],"tags":[],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.advocard.de\/streitlotse\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11648"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.advocard.de\/streitlotse\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.advocard.de\/streitlotse\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.advocard.de\/streitlotse\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.advocard.de\/streitlotse\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=11648"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.advocard.de\/streitlotse\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11648\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":21615,"href":"https:\/\/www.advocard.de\/streitlotse\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11648\/revisions\/21615"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.advocard.de\/streitlotse\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=11648"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.advocard.de\/streitlotse\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=11648"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.advocard.de\/streitlotse\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=11648"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}