{"id":10376,"date":"2016-04-12T10:16:01","date_gmt":"2016-04-12T09:16:01","guid":{"rendered":"https:\/\/www.advocard.de\/streitlotse\/arbeit-und-karriere\/arbeitgeberdarlehen-was-passiert-nach-einer-kuendigung\/"},"modified":"2016-07-11T14:23:41","modified_gmt":"2016-07-11T13:23:41","slug":"arbeitgeberdarlehen-was-passiert-nach-einer-kuendigung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.advocard.de\/streitlotse\/arbeit-und-karriere\/arbeitgeberdarlehen-was-passiert-nach-einer-kuendigung\/","title":{"rendered":"Arbeit\u00adge\u00adber\u00addar\u00adle\u00adhen: Was passiert nach einer K\u00fcndigung?"},"content":{"rendered":"<p>Ein Arbeitgeberdarlehen, auch Personalkredit genannt, ist eine M\u00f6glichkeit f\u00fcr&nbsp;Arbeitgeber, ihren Mitarbeitern finanziell \u00fcber die Runden zu helfen, wenn es bei diesen mit dem Geld einmal knapp wird. Endet das Arbeitsverh\u00e4ltnis aber mit einer K\u00fcndigung, stellt sich f\u00fcr betroffene Arbeitnehmer meist&nbsp;die <a title=\"ADVOCARD Rechtsschutzversicherung: sinnvoll und hilfreich!\" href=\"https:\/\/www.advocard.de\/info\/\" target=\"_blank\">Frage<\/a>, ob das Darlehen sofort zur\u00fcckgezahlt werden muss.<\/p>\n<p><a title=\"Berufs-Rechtsschutz\" href=\"https:\/\/www.advocard.de\/berufsrechtsschutz\/\" target=\"_blank\">Bei Konflikten am Arbeitsplatz: Mit einem Berufs-Rechtsschutz sind Sie auf der sicheren Seite. &gt;&gt;<\/a><\/p>\n<h2>Arbeit\u00adge\u00adber\u00addar\u00adle\u00adhen:&nbsp;Eine frei\u00adwil\u00adli\u00adge Leistung<\/h2>\n<p>Arbeitgeberdarlehen haben f\u00fcr Mitarbeiter den Vorteil, dass sie oft zinslos oder zumindest zu wesentlich g\u00fcnstigeren Konditionen gew\u00e4hrt werden, als dies bei einer Bank der Fall w\u00e4re. Der Arbeitgeber ist allerdings nicht verpflichtet, seinen Angestellten ein solches Darlehen zu gew\u00e4hren \u2013 es handelt sich um eine rein freiwillige Leistung. Grunds\u00e4tzlich gilt dabei das <a title=\"Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz\" href=\"https:\/\/www.advocard.de\/streitlotse\/arbeit-und-karriere\/allgemeines-gleichbehandlungsgesetz-kopftuch-darf-kein-absagegrund-sein\/\" target=\"_blank\">Allgemeine&nbsp;Gleichbehandlungsgesetz<\/a>&nbsp;(AGG): Gew\u00e4hrt der Arbeitgeber einem Angestellten das Darlehen, darf er dies bei einem anderen nicht einfach ablehnen \u2013 es sei denn, es sprechen wichtige Gr\u00fcnde dagegen, zum Beispiel eine hohe Verschuldung oder eine laufende Lohnpf\u00e4ndung.<\/p>\n<h2>K\u00fcndigung: Dar\u00adle\u00adhens\u00adver\u00adtrag endet nicht automatisch<\/h2>\n<h2><a href=\"https:\/\/www.advocard.de\/info\/arbeit\/\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-9263 size-full\" src=\"https:\/\/www.advocard.de\/streitlotse\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/Arbeit_Karriere_A.png\" alt=\"Bei Arbeitsrechtsfragen sind wir Ihr Partner!\" width=\"313\" height=\"198\" srcset=\"https:\/\/www.advocard.de\/streitlotse\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/Arbeit_Karriere_A.png 313w, https:\/\/www.advocard.de\/streitlotse\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/Arbeit_Karriere_A-300x190.png 300w\" sizes=\"(max-width: 313px) 100vw, 313px\"><\/a><\/h2>\n<p>Wenn es zu einer K\u00fcndigung kommt und zu diesem Zeitpunkt noch ein Arbeitgeberdarlehen&nbsp;l\u00e4uft, hat der <a title=\"Arbeitgeber-Rechtsschutz\" href=\"https:\/\/www.advocard.de\/arbeitgeber-rechtsschutz\/\" target=\"_blank\">Arbeitgeber<\/a> nur in wenigen F\u00e4llen das Recht, aus dem Darlehensvertrag auszusteigen und die sofortige R\u00fcckzahlung zu verlangen. Dies kann zum Beispiel m\u00f6glich sein,&nbsp;wenn der Mitarbeiter durch Fehlverhalten eine <a title=\"Fristlose K\u00fcndigung: Diese Gr\u00fcnde berechtigen\" href=\"https:\/\/www.advocard.de\/streitlotse\/arbeit-und-karriere\/fristlose-kuendigung-diese-gruende-berechtigen\/\" target=\"_blank\">fristlose K\u00fcndigung<\/a> selbst verschuldet hat. Ist es aber zu einer betriebsbedingten K\u00fcndigung gekommen, von der der Darlehensnehmer betroffen ist, darf der Arbeitgeber die R\u00fcckzahlung des Darlehens nicht davon abh\u00e4ngig machen.<\/p>\n<h2>Bedin\u00adgun\u00adgen immer schrift\u00adlich festhalten<\/h2>\n<p>Oft kommt es auch auf die genaue Formulierung im Darlehensvertrag an. Das Bundesarbeitsgericht (BAG) hat etwa im Fall eines Mitarbeiters <a title=\"Der 360\u00b0-Rechtsschutz von ADVOCARD\" href=\"https:\/\/www.advocard.de\/360-grad\/\" target=\"_blank\">entschieden<\/a>, der w\u00e4hrend eines laufenden Arbeitgeberdarlehens von sich aus das Arbeitsverh\u00e4ltnis gek\u00fcndigt hatte (AZ 8 AZR 829\/12). Laut einer Klausel im Darlehensvertrag war der Arbeitgeber berechtigt, die sofortige R\u00fcckzahlung zu verlangen, wenn das Arbeitsverh\u00e4ltnis endete. Das BAG erkl\u00e4rte die Klausel jedoch f\u00fcr ung\u00fcltig, da sie den ehemaligen Arbeitnehmer unangemessen benachteilige.<\/p>\n<p>Wichtig ist es daher, schon vor der Unterzeichnung des Darlehensvertrages zu pr\u00fcfen, ob alle Formulierungen angemessen und rechtssicher sind. Ein <a title=\"Anwalt suchen\" href=\"https:\/\/www.advocard.de\/service\/allgemeine-serviceleistungen\/anwaltssuche\/\" target=\"_blank\">Anwalt<\/a> kann Sie im Zweifel dabei beraten. In jedem Fall sollte der Vertrag \u00fcber ein Arbeitgeberdarlehen Angaben zur H\u00f6he des Darlehens,&nbsp;zur&nbsp;Verzinsung und zu den genauen Modalit\u00e4ten der R\u00fcckzahlung enthalten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein Arbeitgeberdarlehen, auch Personalkredit genannt, ist eine M\u00f6glichkeit f\u00fcr&nbsp;Arbeitgeber, ihren Mitarbeitern finanziell \u00fcber die Runden zu helfen, wenn es bei diesen mit dem Geld einmal knapp wird. Endet das Arbeitsverh\u00e4ltnis aber mit einer K\u00fcndigung, stellt sich f\u00fcr betroffene Arbeitnehmer meist&nbsp;die Frage, ob das Darlehen sofort zur\u00fcckgezahlt werden muss. Bei Konflikten am Arbeitsplatz: Mit einem Berufs-Rechtsschutz [\u2026]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"wp_typography_post_enhancements_disabled":false,"footnotes":""},"categories":[3,13],"tags":[],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.advocard.de\/streitlotse\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10376"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.advocard.de\/streitlotse\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.advocard.de\/streitlotse\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.advocard.de\/streitlotse\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.advocard.de\/streitlotse\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=10376"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.advocard.de\/streitlotse\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10376\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":10393,"href":"https:\/\/www.advocard.de\/streitlotse\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10376\/revisions\/10393"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.advocard.de\/streitlotse\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=10376"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.advocard.de\/streitlotse\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=10376"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.advocard.de\/streitlotse\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=10376"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}